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ElNES Nachmittags zu Anfang November kam mit dem Schiffszug aus Port Said ein Mann in Kairo an. Er hieß Walter Beam, und auf seiner Visitenkarte standen hinter diesem Namen die Buchstaben M. A. Ph. D. Er war hochgewachsen, muskulös und breitschulterig, aber in den Hüften ungewöhnlich schlank. Auf den ersten Blick hätte man nie vermutet, daß er ein Mann der Wissenschaft sei, Altertumsforscher, und zwar Ägyptologe. Erst wenn man seine langen und breiten Hände, seinen wohlgeformten Kopf, seine leicht gewölbte, an den Schläfen fast vierkantig ansteigende Stirn näher betrachtete, merkte man, daß man einen klugen und phantasiereichen Menschen vor sich habe. Und wer gesehen hätte, wie in dem Augenblick, da er im Bahnhof von Kairo den Bahnsteig betrat, ein rasches Leuchten in seinen träumerisch verschleierten Augen aufzuckte, würde in ihm auch den Abenteurer und den Romantiker erkannt haben.Walter Beam kam zum erstenmal nach dem Osten. Ein besonderer Auftrag hatte ihn hierher geführt: Das archäologische Institut der Universität G. hatte ihn beauftragt, die Ausgrabungen in der alten Totenstadt Theben in Oberägypten zu leiten. Dieser Auftrag war für ihn der erste Schritt zur Verwirklichung seiner geheimen ehrgeizigen Pläne, denn er war mit Leib und Seele Ägyptologe.Bereits als sechsjähriges Kind hatte er für alles, was mit Ägypten zusammenhing, ein fast unheimliches Interesse an den Tag gelegt. Aus einem Buch, das ihm damals in seine kindlichen Hände fiel, kopierte er Hieroglyphen und Kartuschen und die seltsamen Bildnisse der Götter Horus, Sher, Tefnut, Osiris und Nephtys. Schon damals hatten die Geheimnisse und die Symbolik der alten Ägypter völlig von ihm Besitz ergriffen. Nun, da er sechsundzwanzig Jahre alt war, gab es im ganzen9