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EINFÜHRUNG DAS EVANGELIUM VON DER FREIHEIT
I. Den Galaterbrief^ hat Paulus an Christengemeinden geschrieben, die durch falsche Brüder verwirrt, ja aufgewiegelt wurden. Die „Galater" (3,1) sind keltische Bewohner der kleinasiatischen Landschaft Galatien gewesen. Sie waren die Nachkommen jener Gallier^, die zu Beginn des dritten vorchristlichen Jahrhunderts über die Donau nach Süden vorstoßend in Kleinasien eingedrungen waren. Nachdem sie hier seßhaft geworden, konnten sie später ein Reich erobern, das im Jahre 25 v. Chr. in der römischen Provinz Galatia aufging, a) Paulus hatte das galatische Land zweimal besucht (Apg 16,6; 18,23). Auf seiner zweiten und dritten Missionsreise hat er den Empfängern des Galaterbriefes das Evangelium verkündigt. Auf der zweiten Missionsreise besuchte der Apostel zunächst Gemeinden, die er auf der ersten Reise gegründet hatte. Von Syrien kommend, zog er, begleitet von Silas, bis nach Pisidien. Von Lystra hatte er den Timotheus mitgenommen. Der Heilige Geist aber „hinderte" die drei Missionare, ihrem ursprünglichen Plan folgend nach Westen in die Provinz Asia mit der Hauptstadt Ephesus weiterzuwandern; so wandten sie sich nach Norden, zogen durch Phrygien „und das galatische Land" (Apg 16,6). Wahrscheinlich war es eine Krankheit, die den Apostel im Inneren Kleinasiens festhielt; währenddessen (um 50 n. Chr.) predigte er den Galatern das Evangelium (vgl. Gal 4,13 f.). Danach gingen die Missionare nach Mysien in der Absicht, Bithynien zu erreichen. Aber wiederum „ließ der Geist Jesu nicht zu", daß sie ihren Plan verwirklichten (Apg 16,7). Sie konnten nicht nach dem Gebiet am Schwarzen Meer vordringen, wandten sich nach Westen und erreichten bei Troas die Küste des Ägäischen Meeres. Von da
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