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»Verflucht!«
Hanno Hackmanns Hand öffnete und schloß sich vergeblich. Zwei Zentimeter entfernt lag der Manschettenknopf auf dem Teppichboden unter dem Biedermeier-Bett, aber er konnte ihn nicht zu fassen kriegen. Bloß mit dem Hemd bekleidet, noch ohne die zugehörige Smoking-Hose, hatte er sich ganz unter das Bett gezwängt und steckte nun fest wie in einer Felsspalte. Er konnte nicht mehr vor und zurück. In seinem Kreuz spürte er die Querleiste der Matratze, die ihn flach auf dem Boden preßte. Dieses verdammte Biedermeier-Bett! Daß seine Frau auch alle Möbel durch Antiquitäten ersetzen mußte! Ärger quoll in ihm auf, während er versuchte, die rechte Schulter noch einen Zentimeter vorwärts zu renken. Das alte extra große Bett war das Symbol ihrer Jugend gewesen. Er hatte es geliebt, wie Napoleon Austerlitz geliebt hatte. Und nun hatte Gabrielle es auf den Sperrmüll gestellt, und der Möbelwagen von Kempner & Co. hatte Biedermeier-Möbel aus Kirschbaum gebracht, aus dem das Sägemehl der Jahrtausende rieselte. Seitdem konnte man kein Whiskyglas mehr beiläufig auf den Tisch stellen, ohne daß Gabrielle panisch herbeistürzte, um einen Untersatz drunterzuschieben. Und wenig später, nachdem die Orgie des Biedermeier begonnen hatte, bat sie ihn darum, er möchte sie fortan nicht mehr Gabriele nennen, sondern Gabrielle.
»Gabrielle! «
Keine Antwort. Sie war sicher im Bad. Wahrscheinlich noch im totalen Déshabillé. Dabei mußten sie sich beeilen. Er selbst hielt den Festvortrag, da konnten sie nicht zu spät kommen. Bilder von befrackten Männern und abendkleidumhüllten Frauen mit leeren.