Bővebb ismertető
Der Bauernkrieg, die erste revolutionäre Massenbewegung
unserer Nationalgeschichte, ist vielfach gewürdigt und oft ver-
fälscht worden, je nach Stellung seiner Betrachter zu den
Volksmassen und zum historischen Fortschritt. Von Zeitge-
nossen wurde er geringschätzig „Bauernlärm" geheißen. Auch
später stellten Historiker in Frage, ob die Bezeichnung
„Krieg" auf die Klassenkämpfe in Deutschland zu Beginn des
16. Jahrhunderts anwendbar sei.
Tatsächlich weist der deutsche Bauernkrieg gegenüber an-
deren Kriegen einige Unterschiede auf. Es finden sich in ihm
keine Fronten, keine langanhaltenden Feldzüge und nur we-
nig überragende Feldherren. Soweit die Aufständischen sieg-
ten, gelang das fast ohne Schwertstreich und Blutvergießen.
„Gemeinen Frieden" wollten die Bauern aufrichten. Sie wa-
ren nicht aufgestanden, um-Landsknechten gleich-das Land
zu verwüsten und zu morden. Ihr Aufbegehren sollte das
Ende der Verwüstungen und des Mordens sein. Wo der Auf-
stand zum revolutionären Krieg wurde, waren die Volksmas-
sen von der feudalen Reaktion dazu gezwungen worden. Und
wo sich beide gegenüberstanden, währten die Kampfhandlun-
gen meist nicht lange. Ihnen folgte die Niederlage des Auf-
standes auf dem Fuße. Letztlich unterlagen die Bauernhaufen
den überlegenen Söldnerheeren der Fürsten,