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Vorwort
Die sozialistische Kulturentwicklung in der Deutschen Demokratischen Republik hat ein großes Literaturpublikum herangebildet, das mit Sachkenntnis, mit wachsendem Interesse und kritisch-produktiver Anteilnahme die Entwicklung der sozialistischen Gegenwartsliteratur verfolgt. Sie hat zugleich das Bedürfnis nach umfassender Information und rascher Orientierung über die literarischen Leistungen der Vergangenheit geweckt. Unübersehbar übt das epische Genre des Romans eine besonders starke Anziehungskraft aus. Neu erscheinende Romane, aber auch Neuauflagen älterer Meisterwerke sind rasch vergriffen und werden in allen Schichten der werktätigen Bevölkerung unseres Staates mit starker Anteilnahme gelesen und erörtert. Mit dem „Romanführer", der als dreibändiges Werk geplant ist, erscheint nun ein Nachschlagewerk, das Auskunftsmittel und Wegweiser sein will. Es ermöglicht Orientierungen über die Entwicklung des deutschen Romans in der Vergangenheit, über das Romanschaffen in der Deutschen Demokratischen Republik und über Romane von Schriftstellern aus der BRD, aus Österreich und -aus der Schweiz. ,
Der „Romanführer" steht also im Dienste literaturpädagogischer Aufgabenstellungen. Er wendet sich an alle Schichten des Literaturpublikums und trägt dabei besonders den wachsenden kulturellen Bedürfnissen und Ansprüchen der Arbeiterklasse Rechnung, die sich in der Entwicklung der sozialistischen Kultur und bei der Aneignung des kulturellen Erbes äußern. Daneben kommt er den Interessen solcher Leserkreise entgegen, die sich von Berufs wegen oder im Rahmen ihrer Berufsausbildung mit Literatur befassen: Deutschlehrer, Studenten, Schüler, Kulturfunktionäre, Verlagslektoren, Buchhändler, Bibliothekare sowie Mitarbeiter bei Film, Funk und Fernsehen.
Hilfe leistet der „Romanführer" freilich nur in den Grenzen, die ihm von seinem Wesen gesetzt sind. Die ausgewählten Romane werden in gedrängten Nacherzählungen vorgestellt, die dem Leser eine erste Orientierung ermöglichen oder in Vergessenheit geratene Kenntnisse wieder auffrischen sollen. Die Autoren waren bemüht, durch eine
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