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VORWORT
von Adolf Martin Ritter - Heidelberg
Vom 2. - 8. September 1984 fand in den Raumen des Peters-stiftes zu Heidelberg das VII. Theologische Südosteuropaseminar mit dem Thema "Gnadenwahl und Entscheidungsfreiheit in den Über-lieferungen der Ost- und Westkirchen" statt. Im Grundé ging es, nach den bewegenden Diskussionen auf der Bukarester Vorgángertagung - um das Verstándnis der libertás christiana; um politischer MiS-deutbarkeiten willen, die wir selbstverstándlich unbedingt vermeiden müssen, erschien es jedoch als unzweckmaBig, es auch so zu be-nennen.
Wie immer bei solchen Veranstaltungen blieb es bis zuletzt offen, wer aus dem südosteuropaischen Bereich nun definitiv werde reisen können. Am Ende aber konnten erfreulich viele kommen, so viele, daB sich die Mitwirkung der Heidelberger und überhaupt der westdeutschen Teilnehmer fast ganz auf die 3ibelarbeiten, die Gottesdienste, die Gastgeberpflichten beschránken konnte.
Bemerkenswert scheinen mir an den Heidelberger Tagén 1. die erfolgreichen Bemühungen zu sein, den rein akademischen Boden immer wieder auch einmal zu verlassen und - Kirche prasent zu machen. So wurde eine grofte Exkursionsgruppe durch Vertreter der Kirchenleitung der Pfalzischen Landeskirche in Speyer gastlich empfangen und an-schlieftend durch Dom und Stadt geführt. Ferner fand ein Empfang aller Seminarteilnehmer durch Bischof Professor Dr. Engelhardt und Dekán Schmoll von der Badischen Landeskirche statt. Am letzten Abend waren wir Gaste des Vespergottesdienstes in Stift Neuburg. SchlieBlich begannen wir die Seminararbeit am Montag, Donnerstag und Freitag in der Heilig-Geist- und in der Jesuitenkirche mit einem Eucharistiegottesdienst nach orthodoxem, evangelisch-lutheri-schem und römisch-katholischem Ritus.
2. verdient hervorgehoben zu werden der erhebliche Einsatz der Heidelberger Teilnehmer und ihrer Familien beim Transport, der Beköstigung, Beherbergung etc. unserer Gáste. Man hat spüren können, wieviel den Heidelbergern, die oft genug die Gastfreundschaft der Freunde in Südosteuropa in Anspruch genommen habén, an der Seminararbeit gelegen ist. Und dies hat sicher ganz wesentlich zur aus-gezeichneten Atmosphare in dieser Seminarwoche beigetragen.