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Ende der Kindheit, igi2
(Corinna setzte sich abrupt auf und brachte das Boot dadurch bedenklich zum Schaukeln. Für einen Augenblick stockte der Fünfzehnjährigen der Atem, und das nicht nur der schwankenden Nussschale wegen. Weiter hinten am Horizont, gen Westen, war es in kurzer Zeit noch dunkler geworden. Mächtige Wolken türmten sich drohend himmelhoch auf und kündeten von dem Gewitter, das schon den ganzen Tag über diesem Ort gelastet hatte. Corinna umklammerte mit beiden Händen den Bootsrand, so sehr, dass ihre Finger zu schmerzen begannen. Weiß zeichneten sich die Knöchel unter der Haut ab. Wind kam auf, streifte über die Oberfläche des Sees und Heß hier und da kleine Wellen entstehen. Wasser klatschte gegen die Bootswand. Etwas weiter entfernt ragte zu beiden Seiten des Sees hoch und dunkel und nunmehr ebenso bedrohlich anzusehen der Wald auf In Reichweite von Corinna rauschte das Schilf am eigentlich nahen und für sie doch so fernen Ufer in den ersten heftigeren Windböen. Fast sah es aus, als würde sie danach greifen können, aber steif vor Angst getraute sie sich nicht, sich zu bewegen oder auch nur den Bootsrand loszulassen. Als sie die Augen schloss, zitterten Tränen an ihren Augenlidern.
Wie konnte das nur geschehen? Wie bin ich hierheweraten?