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EIN DREISSIG JAHRE ALTES VORWORT
Am 20. Januar 1877, gerade einen Monat nach der Proklamation der ersten türkischen Verfassung, ging, ohne irgend welche praktischen Ergebnisse erreicht zu haben, die europäische Botschafterkonferenz in Konstantinopel auseinander. Jedem Türken war es klar geworden, daß dieses politische Medi-kasterkollegium nicht etwa, wie die Kulturwelt vermeinte, den „kranken Mann" heilen, sondern bloß die neidische Gier aller derer wechselseitig ausgleichen wollte, die sich schon nach den Stücken des zerfallenden Reiches die Finger leckten. An jenem selben Tage rief ein anonym gebliebener türkischer Würdenträger, dem nun der nahe Ausbruch des Krieges mit Rußland sicher schien, die öffentliche Meinung Europas zum Zeugen gegen die panslawistischen Umtriebe an und enthüllte kühn eine Reihe verbrecherischer internationaler Machenschaften, die zwar allen Botschaftern bekannt waren, aber aus Gründen der diplomatischen Augurenkollegialität geheim gehalten werden sollten.
Diese Enthüllungen — es handelte sich um eine Sammlung vertraulicher russischer Akten — erschienen in einer Broschüre, deren ganze Auflage, durch pekuniäre Fürsorge des russischen Botschafters, des Grafen Ignatieff, innerhalb vierundzwanzig Stunden verschwand.
Nichts dürfte augenblicklich angebrachter erscheinen als der Wiederabdruck der Einleitung dieses totgeborenen Buches. Denn sie zeigt von neuem, daß die Geschichte ewig um sich selbst im Kreise herumgeht. Und wir können den absoluten Still-
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