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ERSTES KAPITEL Das Schicksal hat noch keinen Schuldschein zerrissen; wenn es uns gnádig ist, dürfen wir die Schuld mühselig abtragen, wenn es uns ungnádig ist, dann. . . Auf Maderna steht das Eingangstor offen. Der Abend webt graue Schleier, und es sieht aus, als wollte das Haus die Dunkelheit schlucken, die allmáhlich das Tal füllt. In der weitráumigen Kiiche brennt Licht; eine áltere Frau macht sich am Herd zu schaffen, sie richtet das Nachtessen für die Leute, die vom Berg zurückkommen werden, wo sie mit dem Aufforsten eines Schlages bescháftigt sind. Die Magd láuft von Zeit zu Zeit aus der Küche und klopft zögernd an die gegenüberliegende Tür; dabei horcht sie angestrengt auf das leise Ja, das den Eintritt in das Zimmer freigibt. Es brennt hier kein Licht. In das Halbdunkel des Raumes hinein fragt die Magd, ob sie für das Nachtessen noch dieses oder jenes richten solle oder ob es genüge, wenn sie einfach . .. Ich bitt dich, Leni, frag nicht so viel, du weiBt doch, wie's gemacht werden soil! Die weinerliche Stimme, die Antwort gibt, kommt aus der Ecke, wo ein Tisch vor einer gepolsterten Sitzbank steht. Gleich darauf fáhrt die Stimme