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Vorwort
Der Feuersturm ist ein Roman, und alle Personen und Abenteuer, die die Familie Henry betreffen, sind frei erfunden. Aber die Geschichte des Krieges innerhalb dieses Romans ist nach Möglichkeit historisch genau; die Statistiken sind zuverlässig; die Worte und Taten der führenden Politiker sind entweder historisch verbürgt oder Worten und Taten aus ähnlichen Situationen entnommen. Kein Werk dieses Umfangs kann frei von Irrtümern sein, jedoch ist zu hoffen, daß der Leser die intensive Bemühung erkennen wird, ein wahrheitsgetreues und vollständiges Bild einer großen Weltschlacht zu geben.
Die Weltherrschaft verspielt, die militärgeschichtliche Abhandlung des »Armin von Roon«, ist natürlich von A bis Z frei erfunden. Indessen soll das Buch des Generals von Roon die Meinung der Gegenseite aus der Sicht eines deutschen Berufssoldaten bieten, zuverlässig innerhalb der Beschränktheit, die solcher mih-tärgeschichtlichen Literatur der Selbstrechtfertigung eigen ist. Die Technisierung der Rüstung, der Fluch, der heute so schwer und verhängnisvoll auf uns allen lastet, kam im Zweiten Weltkrieg zu voller Blüte. Der Versuch, uns davon zu befreien, beginnt mit dem Versuch zu verstehen, wie es dazu kam und wieso Menschen guten Willens ihr Leben dafür einsetzten - und noch immer einsetzen. Das Thema und Ziel des Feuersturms läßt sich mit ein paar Worten des französischen Juden Julien Benda umschreiben:
Der Friede, wenn er je existieren sollte, wird nicht auf der Angst vor dem Krieg beruhen, sondern auf der Liehe zum Frieden. Er wird nicht darin bestehen, daß man sich einer Tat enthält, sondern darin, daß sich ein neuer Geist entwickelt. In diesem Sinn vermag der unbedeutendste Schriftsteller dem Frieden zu dienen, wo die mächtigsten Gerichtshöfe versagen.
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