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Hans Taps
Es war einmal ein sehr geschickter Gärtner, der hatte einen sehr ungeschickten Sohn. Wenn der durch den Garten seines Vaters ging, zertrat er die Blumen, die in den Beeten standen, und knickte die Edelreiser, die auf die Wildlinge gesetzt waren. Er hieß Hans, und seine Eltern nannten ihn nur Hans Taps. So nannte ihn auch der alte Star, der auf dem Birnbaum in seinem Starenkasten wohnte. Er war lange in Gefangenschaft gewesen und hatte gelernt, wie Menschen sprechen. Sooft er sah, wie Hans durch seine Ungeschicklichkeit im Garten etwas verdarb, rief er:
»Blumen sind zarte Dinger, wollen auch zarte Finger. Nur ein Taps wie du greift täppisch zu.« »Zur Gärtnerei ist mein Sohn zu ungeschickt«, sagte der Vater. »Ich lasse ihn studieren.« Und Hans ging in die lateinische Schule und machte viele Kleckse in sein Schreibheft. Die Zeit verging. Eines Tages saß Hans Taps unter dem Birnbaum und las in einem gelehrten Buch. Da kam Nachbars Lenchen mit einem Henkelkorb am Arm und wollte Salat kaufen. Hans Taps sprang dienstfertig auf und stach dem Mädchen ein paar rotgesprenkelte Salathäupter. Das war nicht mehr seines Amtes, seitdem er studierte, aber er tat es gern. Dann brach er noch einen Strauß Rosen, dunkle und helle, und schenkte sie dem blonden Lenchen. Die schönste Rose aber wollte er ihr an den weißen Schürzenlatz stecken. Dabei benahm er sich aber so tölpisch und ungeschickt, daß ihm Lenchen auf die Finger schlug und davonlief. Der Star auf dem Birnbaum aber rief:
»Mädchen sind zarte Dinger, wollen auch zarte Finger. Nur ein Taps wie du greift täppisch zu.« Ein paar Tage nach diesem Vorfall war Hans Taps verschwunden.