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EINE MERKWÜRDIGE ANGELEGENHEIT
Was die Spatzen unter dem Baume fanden
Mit den Spatzen ist es bisweilen eine Plage.
Manchmal können sie ganz still sein. Sie sitzen ruhig, etwa um sich zu sonnen, und ein andermal wieder, besonders frühmorgens, wenn sie aufwachen, schütteln sie sorgsam ihr Gefieder, kämmen sich mit dem Schnabel auf dem Bauch und auf dem Rücken, glätten die Flügel- und Schwanzfedern, drehen und wenden sich auf vielerlei Weise auf ihrem Zweiglein, und das ist ganz niedUch und lieb anzuschauen. Aber manchmal fangen sie an zu schimpfen, raufen sich und schreien, daß es eine Schande ist.
Schließlich wäre das noch zu ertragen, wenn nur die schimpften, die sich raufen, aber dann fliegen noch die übrigen hinzu, ein ganzer Knäuel von Spatzen, alles wollen sie wissen und hören und schreien miteinander um die Wette.
Auf unserem Baume — wir nennen ihn Vogelbaum, weil darauf eine ganze Gemeinde von Vögeln wohnt — stritten gerade zwei Spatzen um einen schönen Strohhalm für ihr Nest. Jeder hielt ihn an einem Ende fest und zog daran, und beide riefen dabei mit geschlossenen Schnäbeln „Gib! Gib! Gib!", aber keiner wollte nachgeben. Jeder rief nur „Gib! Gib!", aber keiner ließ los.
Um sie herum, das versteht sich, flatterte die ganze Schar der