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Meine lieben Kinder, " begann Professor Dr. Konrad Hartwig, aber seine Worte gingen in der allgemeinen Fröhlichkeit unter. Der Polterabend seiner Tochter Vera hatte den Höhepunkt erreicht. Die Gäste fast ausschließlich Ärzte der privaten Frauenklinik des Professors und Freundinnen der Braut hatten unter Scherzen und Lachen billige Töpferwaren auf dem schönen eingelassenen Steinboden zerschlagen, von dem die bunten kostbaren Teppiche eigens zu diesem Zweck beiseite gerollt worden waren.Jetzt bemühte sich Vera, mit einem riesigen Strohbesen die Scherben^ zusammenzukehren. Sie sah dabei, mit schwarzem, schimmerndem Haar, den sanft geröteten Wangen, den vor Glück strahlenden tiefblauen Augen, sehr reizend aus, wenn sie auch etwas ungeschickt mit dem großen Besen hantierte, denn hausfrauliches Können war nicht gerade ihre Stärke. Sie mußte eine Menge ausgelassener Witze über sich ergehen lassen, aber sie tat es mit Humor.Meine lieben Kinder", begann Professor Hartwig noch einmal, aber wieder unterbrach er sich: Verdammt, warum hört mir denn niemand zu?"Claudia, seine Frau, die neben ihm auf der breiten, mit Schafsfell bezogenen Couch saß, lächelte ihm mit leichtem Spott zu. Wenn du einen Toast ausbringen willst, mein Lieber, mußt du vorher an dein Glas klopfen. Aber ich weiß nicht, ob jetzt gerade der richtige Moment ist, um "Und ob er das ist!" Professor Hartwig zog einen goldenen Füllhalter aus seiner Westentasche, schlug, einmal, zweimal, dreimal gegen das Glas, das er in seiner Rechter, hielt, mit jener sturen Hartnäckigkeit, wie sie nur ein Schwips verleiht, und hatte schließlich Erfolg.Das Glas zersprang. Im gleichen Augenblick wandte sich die allgemeine Aufmerksamkeit ihm zu.Macht nichts!" meinte Dr. Klaus Berg, der Bräutigam, beruhigend. Je mehr Scherben, desto mehr Glück!"Er war ein breitschultriger großer Mann, und es sah ein wenig