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GelübdeVorspielDie Hufe des Pferdes klopften auf den nadelweichen Weg, den nur an wenigen Stellen eine Zunge wässrigen Schnees beleckte; der Dezember war mild wie seit Jahren keiner. Arnold vom Ried ritt langsam, mit hängenden Zügeln, und tauchte seinen Blick in den golden glänzenden Westen. Er kam vom Turnier, und es war nicht mehr gewesen wie in den Tagen seiner Jugend, kein ernstes Ringen und kein helles Wagen, kein Kampf von frohen Männern mehr.Es ist am besten für unsereinen, ganz daheim zu bleiben, dachte Arnold trübe. Es war zwar beklemmend für einen Mann, der sein Alter noch nicht spürte, sich von allen Möglichkeiten der Tat verdrängt und auf den bloßen Genuss seiner Erinnerungen angewiesen zu sehen ~ aber ging es nicht allen Freunden so?Es sollte schneien, dachte er. Sonst erfriert die Wintersaat, wenn strenge Kälte kommt.Das waren die Dinge, über die man sich jetzt den Kopf zerbrechen musste - und was gingen sie im Grunde einen Mann an, der am Heiligen Grab zum Ritter geschlagen worden war?Da murrten die Bauern über ihr hartes Leben und wollten den Zehent und die Fron kürzen. - Führe ich das Leben, das mir zukommt, wenn ich in der Burg verfaule und höchstens einmal zur Jagd herauskann, wie ein Ackergaul, der freigelassen wird?An das Turnier wollte er gar nicht mehr denken.Lähmender Überdruss machte seine Züge hart, und seine jungen blauen Augen ghchen jetzt toten Steinen.Als er sich der Köhlerhütte näherte, sah er Licht durch die Ritzen der Läden schimmern und wunderte sich über solche Verschwendung. Er schlug mit der Faust an die Tür, und die l)londe Mariedl öffnete ihm. Hinter ihr aber tauchte der eisgraue Schädel seines