Bővebb ismertető
Camilla King stand am Fenster ihres kleinen Zimmers im dritten Stock und beobaditete, wie sidi der letzte stürmische Märztag auf den Straßen von New York austobte.
Für gewöhnlich liebte Camilla Wind und Sturm. Aber wie freudlos und niederdrückend konnte alles cm einem so grauen Tag in New York aussehen. Der graue Himmel und die grauen Straßen waren so grau wie ihr Leben — zimiindest in diesem Augenblick.
Hinter ihr schniefte Nettie imter Tränen, während sie Camillas Schrankkoffer fertigpackte. Das war ein Liebesdienst Netties, denn einer scheidenden Gouvernante stand es rücht zu, die Zeit des Zimmermädchens in Anspruch zu nehmen. Die Hodges' waren jedoch ausgegangen, und so war niemand da, um sich darüber zu beschweren.
»Sie werden eine bessere Stellung finden als diese. Miß Camilla«, sagte Nettie und wisdite mit dem Handrücken ihre Tränen ab. »So hübsch und so klug, wie Sie sind, und überhaupt.«
Camilla lächelt traurig. Ohne sidi umzudrehen, sagte sie: »Und mit einer so netten Art, alles geradeheraus zu sagen, die mich nun schon die zweite Stellung gekostet hat?«
»Und das ist auch gut so gewesen«, murmelte Nettie. »Immer so selbstgerecht und erhaben, der Herr «
»Ich habe nur an die Kinder gedacht«, unterbrach sie Camilla. »Sie sind so liebe Dinger, und ich mußte ihm sagen, daß er zu hart mit ihnen umgeht. Aber Mr. Hodges ist nun mal der Meinung, daß ich zu nachgiebig bin. Er will eine ältere Erzieherin engagieren.«
»Sie sind dreiundzwanzig, und das ist ein großartiges Alter!« protestierte Nettie, »Mit dreiundzwanzig war ich schon fünf Jahre mit meinem Tom verheiratet und hatte zwei eigene Kinder. Das ist am schlimmsten. Miß Camilla — daß Sie so allein sind.«
Camilla hatte Netties Heim besuciit und Nel-ties fröhliches Familienleben kennengelernt und sie ein wenig darum beneidet. Sie selbst hatte ein solches Leben kaum gekaimt. Sie konnte sich nur noch ein wenig an die Wärme, Herzlichkeit und Fröhlichkeit der Jahre vor dem Tod ihrer Mutter erinnern, die starb, als sie erst acht Jahre alt war. Mandunal erstand das Bild ihrer Mutter wieder klar und lebendig vor ihren Augen. Sie erinnerte äch dann deutlich an die Art, wie ihre Mutter Althea sich bewegt hatte; leicht und anmutig wie eine Tänzerin, den dunklen Kopf stolz erhoben.