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Einleitung
Friedrich Schiller
Kein Deutscher ist wie er so ganz Bewegung schrieb 1905 Hugo von Hofinannsthal. Sein Leben und sein Tod gleicht dem des Fackelläufers, der in sich verzßhrt aber mit brennendem Licht ans Ziel kam, sterbend hinstürzte und so stürzßnd, so sterbend ein ewiges Sinnbild blieb.
Friedrich Schiller - -ein Mensch voller Dynamik, geistig wie körperlich, trotz seiner Krankheiten, seiner Gebrechen. Er wußte um die Hinfälligkeit des Menschen, er hatte sie -schmerzlichst - am eigenen Leib erfahren. Stetige Unrast, der Drang, alles was versäumt, was ihm verwehrt worden war, mit ungeheurem Aufwand an Energie doch noch zu erzwingen, aber auch Humanität, tiefe Menschlichkeit erwuchsen daraus. Epigranmie wie das folgende sprechen es lakonisch und treffend aus: Würde des Menschen. Nichts mehr davon, ich bitt euch. Zu essen gebt ihm, zu wohnen. Habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst.
Schiller selbst hatte sich einige Male in bedrängten Notlagen befunden, dankbar hatte er die Hilfe ihm völlig Unbekannter angenommen, ohne die sein Weg wohl weniger leuchtend und weniger, wie Hofinannsthal meinte, sinnbildlich geworden wäre.
Am 10. November 1759 wurde er als Sohn eines herzog-lich-württembergischen Offiziers in Marbach geboren. Die ersten Jahre in Lorch und Ludwigsburg waren glücklich, idyUisch.
1773 aber dann das Ereignis, das Schillers Jugend fortan bestimmte.
Der württembergische Herzog Karl Eugen hatte zur Rekruüemng geeigneten Offiziers- und Beamtennachwuchses eine militärische Pflanzschule gegründet; um sie mit Schülern zu füllen, erging in absolutistischer Selbstherr-