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Gyula László - Der Goldschatz von Nagyszentmiklós [antikvár]
 
Einleitung Der Goldschatz kam 1799 im Banat, nahe der Flüsse Theiß und Maros, in jenem Teil des Landes zum Vorschein, der bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zu Ungarn gehörte und dann an Rumänien fiel. Der Fund besteht aus 23 Goldgefäßen und befindet sich im Wiener Kunsthistorischen Museum. Viele Autoren befaßten sich wiederholt mit ihm, zuletzt widmete der Bulgare Nicola Mavrodinov einen dicken Band dem kostbaren Fund, der seither unter der Bezeichnung „ProtobiJgarischer Schatz" ausgestellt ist. Auf all das werden wir in der...
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Einleitung Der Goldschatz kam 1799 im Banat, nahe der Flüsse Theiß und Maros, in jenem Teil des Landes zum Vorschein, der bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zu Ungarn gehörte und dann an Rumänien fiel. Der Fund besteht aus 23 Goldgefäßen und befindet sich im Wiener Kunsthistorischen Museum. Viele Autoren befaßten sich wiederholt mit ihm, zuletzt widmete der Bulgare Nicola Mavrodinov einen dicken Band dem kostbaren Fund, der seither unter der Bezeichnung „ProtobiJgarischer Schatz" ausgestellt ist. Auf all das werden wir in der Folge näher eingehen, hier möchten wir nur einige Bemerkungen zum Text und zu den Fotoaufhahmen vorausschicken. Die Gefäße und vor allem ihre Verzierungen sind mit minuziöser Sorgfalt, gleichsam miUimeterweise angefertigt worden, und diese sadikundige Präzisionsarbeit ergab über die monumental wirkenden Gefäßkörper spielerisch verstreute figürhche und omamentale Dekors. Die von híván Rácz stammenden Aufnahmen vermitteln einen aufschlußreichen Einblick in den Arbeitsgang, den der Betrachter nahezu Schritt für Schritt verfolgen kann. Wo es angezeigt erscheint, veranschaulicht Räcz kleinste Einzelheiten durch vielfache Vergrößerung, so daß sich der Werdegang der gepunzten Muster gleichsam vor unseren Augen entfaltet und sich zu einer schönen Fläche oder zu einem Tierfell von greifbarer Präsenz zusammenfugt. Femer wird dem Betrachter vorgeführt, wie sorgsam der Goldschmied die Grundfläche wieder glatthämmerte, damit sich die Verzierungen entlang der Ränder reliefartig erheben und innerhalb der Zeichnungen die feinen Abstufungen formvollendet zur Geltung kommen. Diese von hoher Kunstfertigkeit zeugenden Feinheiten der Metallbearbeitung lassen selbst die besten und schärfsten früheren Lichtbilder vermissen, da sie bei aller inventar- hafter Authentizität trocken und nichtssagend wirken. Erst die Fotos von István Rácz erwecken die Kunstschätze jetzt zu neuem Leben und rücken die Arbeit der einstigen Goldschmiede in greifbare Nähe, denn erst in diesen Aufnahmen erstrahlt der Goldschatz von Nagyszentmiklós (heute Sinnicolau Mare, Rumänien) in seiner ganzen Schönheit. Gleichsam als Mitarbeiter der einstigen Meister wählte Rácz bei jedem Objekt jene Einstellungen und Belichtungszeiten, bei denen der eine oder andere Kunstgriff, dieses oder jenes handwerkliche Verfahren, die jeweilige Formgebung am besten zur Geltung kommen. In der Tat ist somit István Rácz Mitautor des vorliegenden Bandes und in gewissem Sinne Wiederentdecker und wahrhaft berufener optischer Interpret des Goldschatzes. Der Verfasser empfindet den berechtigten Ehrgeiz, einen des Schatzes und der Lichtbilder würdigen Text beizutragen. Als junger Archäologe verbrachte ich vor bald vierzig Jahren drei voUe Wochen mit der aufmerksamen Betrachtung und Untersuchung des Goldschatzes, wobei mir die Museumsleitung in dankenswerter Weise Tag für Tag Gelegenheit bot, jedes einzelne Stück in die Hand zu nehmen, alle Details mit Hilfe eines starken Vergrößerungsglases genau zu betrachten und zahlreiche Zeichnungen anzufertigen. Als ich unlängst nach vier Jahrzehnten den Fund von neuem eingehend besichtigen durfte und meine neuen Eindrücke mit den damaHgen verglich, konnte ich mit einer gewissen Befriedigung feststellen, daß ich als junger Mann mit guter Beobachtungsgabe alles WesentHche erfaßt hatte und meine damaligen Zeichnungen bis heute nichts von ihrer Stichhaltigkeit und Brauchbarkeit eingebüßt haben, so daß ich sie größtenteils für die Textülustrationen dieses Bandes heranziehen konnte. Wie schon erwähnt, hatte ich seiner-

Termékadatok

Cím: Der Goldschatz von Nagyszentmiklós [antikvár]
Szerző: Gyula László László Gyula
Kiadó: Verlag Anton Schroll & Co-Corvina Verlag
Kötés: Vászon
ISBN: 3703105666
Méret: 230 mm x 260 mm
Gyula László művei
László Gyula művei
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