Bővebb ismertető
VORWORT ZUR ZWEITEN AUFLAGE Seit dem Erscheinen der ersten Auflage im Jahr 1965 hat die Dudenredaktion standig an der Erweiterung und Verbesserung dieses Bandes gearbeitet. Sie hat zahlreiche Untersuchungen sowohl zur Verwendungsweise einzelner Wörter als auch zur Grammatik durchgeführt. Selbstverstándlich ist bei allén Untersuchungen das sprachwissenschaftliche Schrifttum herangezogen worden, besonders erwáhnt seien an dieser Stelle die Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Sprache. Alle Anfragen, die in den vergangenen sieben Jahren bei der Sprachberatungsstelle der Dudenredaktion eingingen, sind wiederum erfafit und für die Neuauflage ausgewertet worden. Auch die Anlage des Bandes ist geándert worden, um die Benutzbarkeit zu verbessern. In der Neubearbeitung wechseln zweispaltige Wörterbuchartikel, die in knapper und leichtverstándlicher Form Einzelfragen kláren, und einspaltige systematische Artikel mit einander ab. Fragen der Norm habén in den letzten Jahren wiederholt im Brennpunkt des Interesses gestanden. Mit Bestimmtheit láfit sich heute sagen, dafi unsere Gesellschaft ohne eine übergreifende Standardsprache nicht auskommt und dafi sich diese Sprache nicht selbsttátig reguliert - das habén all die Auseinandersetzungen mit dem Normbegriff und der normierten Sprache deutlich gemacht. Die Sprachwissenschaft darf sich nicht darauf beschranken, wertfrei nur das zu beschreiben, was ist; sie hat auch zu sagen, wie die über Mundart, lokaler Umgangssprache und Gruppensprache stehende Hoch- oder Standardsprache sein soll. Für eine vernünftige Einstellung vor allém der Lehrenden und Lernenden gegenüber dieser normierten Sprache und für eine aufgeschlossenere Einschátzung der Normabweichungen zu sorgen, das ist Aufgabe der Sprachdidaktik. Mannheim, den 1. Október 1972 Der Wissenschaftliche Rat der Dudenredaktion