Bővebb ismertető
1. Von dem „Meßbuch der heiligen Kirche", das P. Anselm Schott im Jahr 1884 zum erstenmal herausbrachte, erschien die letzte Auflage 1966. Seither hat sich in unserer Liturgie viel geändert. Die Liturgiereform, zu der das Zweite Vatikanische Konzil den Anstoß gab. hat eine reiche, ja überreiche Fülle neuer liturgischer Texte gebracht. Außerdem ist die Landessprache als olFizielle liturgische Sprache anerkannt worden. Die deutschen liturgischen Texte sind jetzt nicht mehr nur Übersetzungen, die das Verständnis der lateinischen Texte erleichtern sollen, vielmehr gilt der im deutschen Meßbuch (1975) gedruckte Text als kirchenamtlicher Text, der dem lateinischen Text auch in seiner sprachlichen Gestalt mit einer gewissen Selbständigkeit gegenübersteht.
Der Herausgeber eines Volksmeßbuches hat in dieser neuen Situation nicht mehr die Aufgabe und nicht das Recht, die liturgischen Texte zu übersetzen; er ist an die kirchenamtlichen deutschen Texte gebunden. Das gilt für die im engeren Sinn liturgischen Texte (Orationen, Antiphonen, Präfationen usw.), es gilt aber auch für die in der Liturgie verwendeten biblischen Texte. Für diese ist das Lektionar maßgebend, das seinerseits die Schrifttexte aus der sogenannten Einheitsübersetzung übernimmt, d. h. aus der Übersetzung der Heiligen Schrift, die in den letzten Jahren im Auftrag der Bischöfe für das deutsche Sprachgebiet erstellt wurde. Die Herausgeber des Schott-Meßbuches sind also für alle diese Texte nicht verantwortlich; was diese an Lob oder an Kritik verdienen, richtet sich daher ausschließlich an die beauftragten Übersetzer der liturgischen und der biblischen Texte.
2. Welches ist in der neuen liturgischen Situation der Sinn und die Aufgabe des Schott-Meßbuches? Ist es nicht überflüssig geworden, da man doch nun alles auf deutsch hören und ver-