Bővebb ismertető
DER KAMPF UM DIE D er Zwölfer in den Sextner Dolomiten ist ein merkwürdiger Berg. Ganz unvermittelt springt aus den weiten Schutthalden des Fischleinbodens ein breiter, wuchtiger Felspfeiler hoch, türmt Wand über Wand empor und wirft einen Gipfel auf, wie er schöner kaum gedacht werden kann. Gleich einem aufgereckten Schwurfinger weist der Berg in den Himmel; und weil er gerade dann auf die Sonne zeigt, wenn es unten im Tale zwölf Uhr ist, so haben ihn die Sextner Bauern den „Zwölfer" genannt. Mit dem Elferspitz zur Linken und dem Einserkofel zur Rechten bildet er die mächtige Sonnenuhr, die der Herrgott in dieses Tal gestellt hat. Als der bekannte Münchner Kletterer Emil Solleder die gewaltige CivettaNordwestwand bezwungen hatte, war die Nordwand des Zwölfers als letzte noch nicht bezwungene Wand der Dolomiten übriggeblieben. Um so eifriger betrachteten die Sextner „ihren" Berg. Es waren keine schlechten Kletterer, die wieder und wieder in die Wand hineinschauten. Sie stiegen wohl auch ein Stück weit hoch und schlugen an der kritischen Felsplatte etliche Mauerhaken krumm. Aber dann schüttelten sie den Kopf und gingen wieder. Nur die jungen Schranzhofer blieben, die Söhne des alten Bergführers Schranzhofer-Naz, der inzwischen von einem Steinschlag invalid geworden war. Allen voran war der Toni, mit seinen zwanzig Jahren der älteste der Schranzhoferbuben, ein ganz verwegener Kletterer - trittsicher wie eine junge Gemse, schneidig und draufgängerisch, dabei aber doch besonnen und ruhig, ja eiskalt dort, wo es am heißesten herging. Es ist etwas anderes, ob einer nur von irgendwoher in die Gegend kommt und etliche Tage lang an so einer Wand, wie es die Nordwand vom Zwölfer