Bővebb ismertető
«Sie habén meinen Herrn weggenommen, und ich weiB nicht, wohin sie ihn gelegt habén » [Jo 20, 13]. Auf diese bange Klage unserer « Zeit des Suchens » wird dieses Buch keine Antwort finden können. Es soll hier aber ein Versuch unternommen werden, für den heutigen Menschen Möglichkeiten zu finden, damit er seinem Gott, der ihm «náher ist als das eigene Herz»x, wieder begegnen kann. Es ist leichter zu sagen, was diese Schrift nicht anstrebt, als ihren Inhalt anzugeben. Sie ist kein neues Buch über die Abwesenheit Gottes. Es ist zwar sinnvoll und begrüBenswert, heute eine Theologie der Ferne Gottes2 zu erarbeiten und dem suchenden Menschen einen Zugang zu einem NochgröBeren-Gott3 zu eröffhen, ihm den Sinn seiner Verlorenheit aufzuweisen: «Das wahre Elend ist ausgangslos. Das wahre Elend der Elenden hat einen Ausgang nur in Gott.» 4 Es ist auch richtig, die Erfahrung der Ferne Gottes bis zu ihrer áuBersten Gemarkung zu verfolgen und eine Deutung des Glaubens von jenem Erlebnis her zu wagen, das seinen Ausdruck im Satz fand: «Gott ist tot; an seinem Mitleiden mit den Menschen ist Gott gestorben.»5 SchlieBlich soll auch die menschliche GröBe der neuen negativen Theologie nicht verkannt bleiben: Sie versucht, in die Not des Bruders einzusteigen. Die intellektuelle Bemühung ihrer Vertreter entspringt der Bedrángnis unserer Zeit. Es ist dabei ein Denken am Werk, das hineingesprochen wird in die Dichte menschli-