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Der Wind fegte über den Boden dahin; im Dámmerlicht begannen die weifien Kreuze zu verschwimmen, wurden undeutlich. Schmutziges Papier und verwelkte Blumen umwirbelten die Steinplatten und fielen dann durchweicht zu Boden. Jean-Michel Cerague blieb auf der Lauer. Er hatte seinen Mantelkragen aufgestellt. Der Nieselregen war eisig. Er unterdrückte den Hustenreiz, der in seiner Kehle hochstieg. Der schwarze Schleier schlug der Frau ins Gesicht, rollte sich um ihren Hals und über Nacken und Riicken nach hinten. lhre Frisur war wohl aufgegangen. Nun endlich tat sie ihm leid. Sie hielt sich sehr aufrecht. Sie hatte schon lange aufgehört zu weinen. Der kleine Junge an ihrer rechten Hand hüpfte auf einem Bein in eine Wasserlache. Die Frau rührte sich nicht. Caroline Kennedy, die sich am linken Mantelármel ihrer Mutter festhielt, schauderte vor Kálte am Grab ihres Vaters. Die Bestattung des ermordeten Prásidenten war zu Ende. Die Menge hatte sich zerstreut, die Fotografen liefien keine Blitzlichter mehr aufflammen. Ein Wagen wurde gestartet, das Geráusch verklang sehr schnell. Jean-Michel beschlofí sich zu gedulden. Vielleicht würde eines der Kinder zu schreien anfangen. Oder die Witwe würde in Ohnmacht fallen. Er hatte Zeit. Jacqueline Kennedy bewahrte jedoch ihren Gleichmut, hielt bis zum Schluft ihre Rolle durch. Die offiziellen Persönlichkeiten waren fort. Die Journalisten waren gleich zu den Fernschreibern gestürzt. Alle auEer Jean-Michel: Er hatte seinen Artikel im voraus geschrieben. Darin war schon alles enthalten, sogar Jackies letztes Gebet im Novemberzwielicht. Für die Dienstagsnummer war jedenfalls das Ganzé im Kasten: Dallas, das blutbefleckte rosa Chanelkostüm, der Sarg in Johnsons Flugzeug, und der auf den Mienen der feindlichen Sippen erkennbare Hafi.