Bővebb ismertető
Erster Akt
Erste Szene
Personen: Adolf Wormser, sein Sohn Willy, Zuschneider Wabschke, Hauptmann von Schlettow, Wilhelm Voigt
Bei geschlossenem Vorhang erschallt, von einer marschierenden Militärkapelle gespielt, der Armeemarsch Nr. 9 — mächtig anschwellend, dann allmählich mit dem Taktschritt der abziehenden Truppe verklingend. Ferne Militärmusik begleitet die ganze Szene. Inzwischen hat sich der Vorhang gehoben: die Bühne zeigt das Innere von A. Wormsers Uniformladen in Potsdam. Im Vordergrund der Ladentisch und der Raum für die Bedienung der Kunden. Im Hintergrund die großen gläsernen Schaufenster, durch die man die Straße und gerade noch die Queue der unter Musik vorbeiziehenden Gardekompanie erblickt. Die Schaufenster sind mit einzelnen Uniformstücken, auch Helmen, Mützen, Säbeln, Lackreitstiefeln dekoriert. Komplette Offiziersuniformen stehen auf Holzpuppen ohne Kopf. In der Mitte hinten eine Doppelglastür mit Klingel. Die Glasscheiben tragen in verkehrt zu sehenden Goldbuchstaben die Aufschrift der Firma: »A. Wormser, kgl. preuss. Hoflieferant«. Auf dem Ladentisch Stoffballen, Uniformknöpfe, Epauletten, Handschuhe, Feldbinden und dergleichen. An der Wand ein Bildnis der kaiserlichen Familie und die Photos höherer Offiziere mit Unterschrift. Auch ein gerahmtes Ehrendiplom und eine Aufnahme des Herrn Wormser in studentischer Couleur. Eine Seitentür führt zu Wormsers Privatkontor. Zuschneider Wabschke — klein, bucklig — steht auf einem Schemel und hilft dem Hauptmann von Schlettow in seinen neuen Uniformrock.
v. Schlettow Nee, nee, Wabschke, mit der Uniform da stimmt v\?as nicht. Da is was nich in Ordnung. Das hab ich im Gefühl.
Wabschke Herr Hauptmann — mit det Jefühl, det is so ne Sache. Wenn ick mal in en Paar neie Buxen steige — selbst zujeschnitten, akkurat jenau uff jeden Hosenknopp — da hab ick ooch immer son komisches Jefiehl. Un denn komm ick hinter: det is gar keen Jefühl — det is nur de Neuheit.