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Paul Baermann schaute aus dem Fenster. »Wenger und Bodmer fahren zu schnell«, sagte er.
Seine Frau Louise stellte die Aussage nicht in Frage. Pauls Instinkt bei allem, was mit der Eisenbahn zusammenhing, hatte sich noch nie getäuscht. »Kann das gefährlich werden?«, fragte sie.
»Ja.«
»Was wirst du tun?«
»Ich geh vor zu den Lokomotiven und sorge dafür, dass sie langsamer fahren.«
Louise beugte sich zu ihrem Mann und küsste ihn auf die Wange. »Dann tu das, mein Lieber«, sagte sie und stand auf, um ihn aus der Sitzbank rutschen zu lassen. Er zwinkerte ihr zu und ging durch den Mittelgang des Erste-Klasse-Reisezugwagens nach vorn.
Es war der 14. Juni 1891, kurz vor halb drei Uhr am Nachmittag. Ein Sonntag mit strahlendem Sonnenschein. Zehn Minuten zuvor hatte der Zug Nr. 174 der privaten Jura-Simplon-Bahnge-sellschaft den Centraibahnhof Basel verlassen.
Louise ahnte nicht, dass der Kuss der letzte war, den sie Paul jemals geben würde.