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IDer Herbstmorgen war so strahlend, daß Moray nach einem streng prüfenden Blick auf das Rheostat-Ther-mometer an der Fensteraußenseite zu dem Entschluß kam, das Frühstück auf dem Balkon seines Schlafzimmers einzunehmen. Er hatte eine befriedigende Nacht hinter sich: für einen kaum erst von der Schlaflosigkeit Geheilten waren sechs durchschlafene Stunden ein ermutigendes Ergebnis; die Sonne drang wärmend durch die Seide seines Dressinggowns, und Arturo hatte wie gewöhnlich das Tablett vortrefflich bestellt. Moray trank seinen Toscanini-Kaffee, in einem silbernen Thermos heißgehalten, er beträufelte seine Semmel mit Gebirgshonig und ließ seinen genießerischen Entdeckerblick besitzergreifend die Szenerie abtasten. Herrgott, wie herrlich das war! Auf der einen Seite der Reisberg, der sich mit himmlisch geplanter Symmetrie über sattgrüne, mit rotbedachten alten Bauernhütten besprenkelte Grasmatten ins reine Blau aufreckte; auf der andern die sanften Hänge von Eschenbrück, Gärten mit Birn-, Aprikosen- und Kirschbäumen. Vorn, gegen Süden, eine ferne schneeige Alpenkette, und unten, jawohl, unterhalb des Plateaus, auf dem Morays Besitz lag, der Schwansee, der so wild und so wundervoll sanft sein konnte, jetzt aber friedvoll schimmerte, nur von einer Dunstschicht zart verschleiert, einem Vorhang, durch den sich lautlos ein kleines weißes Boot stahl jawohl, ganz schwanengleich, wie Moray sich in einer poetischen Anwandlung sagte.9