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Eine große Überraschung
Cedric selbst wußte nichts davon. Papa war ja gestorben, als Cedric noch so klein war, so daß er sich nicht viel an ihn erinnern konnte. Nur das wußte er noch, daß Papa groß war und blaue Augen hatte und einen langen Schnurrbart und daß es wunderschön gewesen war, auf seinen Schultern in der Stube herumzureiten. Nach Papas Tod hatte Cedric herausgefunden, daß es am besten war, mit Mama gar nicht von ihm zu sprechen.
Als sein Vater krank wurde, war Cedric fortgeschickt worden, und als er wiederkam, war alles vorbei. Seine Mutter, die auch sehr krank gewesen war, durfte gerade wieder aufstehen und in ihrem Stuhl am Fenster sitzen. Sie war blaß und schmal geworden, und alle Grübchen waren aus ihrem hübschen Gesicht verschwunden; ihre Augen sahen groß und traurig aus, und sie trug schwarze Kleider.
»Herzlieb«, sagte Cedric (so hatte Papa sie immer genannt, und der kleine Junge hatte es ihm nachgemacht), »Herzlieb, geht es Papa wieder besser?«
Er fühlte, wie ihre Arme zitterten. Da drehte er seinen Lockenkopf um und sah ihr Gesicht. Und da war's ihm, als ob er selbst zu weinen anfangen müsse.
»Herzlieb«, fragte er, »geht es ihm gut?«
Und plötzlich sagte ihm sein liebevolles kleines Herz, es sei vielleicht besser, die Arme um ihren Hals zu schlingen und seine Wange dicht an ihre Wange zu schmiegen. Das tat er denn auch, und sie legte ihr Gesicht auf seine Schul-