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Der König von Babylon [antikvár]

Jerzy Edigey

 
Der Tag war heiter und sonnig, doch wáhrend der zweiten Tageswache war die Hitze noch nicht so drückend wie um die Mittagszeit. Kein Wunder alsó, daB auf der breiten Promenade, die am rechten Ufer des Euphrat entlangfiihrte, reges Treiben herrschte. Das gesamte Ufer des groBen Flusses war befestigt, und die máchtige Steinmauer überragte die Wasserlinie erheblich, so daB auch bei Hochwasser die Uferpromenade und die dórt stehenden ansehnlichen Gebáude nie überschwemmt wurden. In diesen Gebáuden lagerten die verschiedensten Waren, die...
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Der Tag war heiter und sonnig, doch wáhrend der zweiten Tageswache war die Hitze noch nicht so drückend wie um die Mittagszeit. Kein Wunder alsó, daB auf der breiten Promenade, die am rechten Ufer des Euphrat entlangfiihrte, reges Treiben herrschte. Das gesamte Ufer des groBen Flusses war befestigt, und die máchtige Steinmauer überragte die Wasserlinie erheblich, so daB auch bei Hochwasser die Uferpromenade und die dórt stehenden ansehnlichen Gebáude nie überschwemmt wurden. In diesen Gebáuden lagerten die verschiedensten Waren, die man aus aller Herren Landern nach Babylon brachte. Unmittelbar davor botén fliegende Hándler auf Mattén ihre Waren feil. Auch Lebensmittel und Früchte wurden hier verkauft. Am Ufer hatten groBe, mit Getreide beladene Barken und Guffas festgemacht sowie die kleineren Keleks, eigentlich aus Schilf geflochtene FlöBe, die sich dank den daran befestigten luftgefüllten Sácken aus Ziegenleder über Wasser hielten. Einige dieser Schiffe waren mit Zedernholz aus dem fernen Syrien hierhergekommen. In Babylonien war die Palme der populárste Baum, doch deren Holz lieB sich für Bauzwecke nicht verwenden. Auf der Uferpromenade herrschte stellenweise ein solches Gedránge, daB die Menschen die Ellenbogen gebrauchen muBten, um sich hindurchzuzwángen. Reiche Kaufleute, Würdentráger oder höhere Priester suchten diese StraBe in Begleitung von Dienern oder Sklaven auf, die ihnen den Weg bahnten. Soeben kam eine hochgestellte Persönlichkeit mit ihrem Gefolge die Uferpromenade entlang. An der Spitze gingen zwei „Unsterbliche" - Soldaten der zehntausend Mann starken Königsgarde. Wenn einer starb oder im Kampf fiel, nahm man an seiner Stelle sofort einen anderen auf. Deshalb wurden sie die Unsterblichen genannt. Sie versahen ihren Dienst an der Seite des Königs oder des Thronfolgers, der sich im Augenblick nicht in der Hauptstadt aufhielt. Denn der Sohn des „groBen Königs, des Königs der Perser und Meder, des Königs von Babylon, des Königs der Lánder", Xerxes, war von seinem Vater in das ferne Persepolis gerufen

Termékadatok

Cím: Der König von Babylon [antikvár]
Szerző: Jerzy Edigey
Kiadó: Verlag Neues Leben
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 110 mm x 180 mm
Jerzy Edigey művei
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