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EINFÜHRUNG
KORAN und ISLAM, das Buch und die Glaubenslehre
Der Koran ist die Heilige Schrift der Mohammedaner; dieses Bueh hat bei diesen höhere Bedeutung als Altes und Neues Testament bei den zeitlich vorangegangenen monotheistischen - eingottgläubigen -Religionen: im Judaismus und Christentum. Was dem Christen das Evangelium bedeutet, das ist dem Moslem und der Muslime, dem Gläubigen und der Gläubigen, der Koran.
Das Wort Koran, arabisch Kur-än: das »oft zu lesende« Buch, geht auf die hebräische Wurzel »kara« - das heißt: lesen - zurück.
Der Koran wurde von Mohammed in arabischer Sprache reiner Mekkaner Prägung in den Jahren etwa von 610 bis 632 n. Chr. G. - Todesjahr des Propheten Mohammed - verfaßt und verkündet: nicht als sein Wort, sondern als die ihm von Fall zu Fall zuteil gewordenen Offenbarungen Allahs, des »alleinigen einzigen Gottes seit Ewigkeit, Welterschaffers und Herrn aller Weltenbewohner, der keinen Sohn und Helfer besitzt und benötigt«. (Die Sammlung dieser Offenbarungen bedeutet heute: Koran.)
Allah ist der arabische Name des Eingottes, der schon einige Jahrtausende bei den Juden den Namen Jahve = Jehova führte.
Arabisch spricht Mohammed zu seinen heidnisdien Landsleuten, damit sie Allahs Wort verstehen können, doch an alle Welt - nicht nur an sie als auserwähltes Volk - ist der Koran gerichtet.
Während dreiundzwanzig Jahren erhielt Mohammed diese Offenbarungen, Allahs »unverfälschtes« Wort, als der »letzte«, das »Siegel«, der Propheten. In der XXV. Sure, Vers [33], wird die lange Zeit erklärt: Es wäre sonst den Herzen der Gläubigen zuviel geworden.