Zu diesem Buch Der Dramatiker und Erzahler Günther Weisenborn, am 10. Juli 1902 ín Velhert/Rheinland geboren, studierte Medizin und Germanistik. Der grofie Erfolg seiner Bühnenstücke «U-Boot S 4» (1928) und «SOS oder dieArbeiter vonJersey» (1929) sowie seines ersten Romaris «Barbaren» (1931) ermöglichte es ihm, nach Berlin zu übersiedeln,, wo er zusammen mit Bert Brecht nach Gorkis gleichnamigem Román das Schauspiel «Die Mutter» (1931) und mit Richárd HiÜsenbeck die Komódié «Warum lacht Frau Balsam?» (1933) schrieb. 1933...
Zu diesem Buch Der Dramatiker und Erzahler Günther Weisenborn, am 10. Juli 1902 ín Velhert/Rheinland geboren, studierte Medizin und Germanistik. Der grofie Erfolg seiner Bühnenstücke «U-Boot S 4» (1928) und «SOS oder dieArbeiter vonJersey» (1929) sowie seines ersten Romaris «Barbaren» (1931) ermöglichte es ihm, nach Berlin zu übersiedeln,, wo er zusammen mit Bert Brecht nach Gorkis gleichnamigem Román das Schauspiel «Die Mutter» (1931) und mit Richárd HiÜsenbeck die Komódié «Warum lacht Frau Balsam?» (1933) schrieb. 1933 emigrierte Weisenborn, der zu den von Goebbels verfemten Autoren gehörte, nach Argentinien und spáter nach Nordamerika. Wieder in Deutschland, verfapte er unter dem Pseudonym das Schauspiel «Die Neuberin» (193$), das mit Ágnes Straub in der Titelrolle zu einem der gröfiten Theatererfolge der dreifiiger Jahre wurde. «Die guten Feinde» (1938), ein Stück über Róbert Koch, war die letzte literarische Áuperung des Dichters, ehe er als Angehöriger einer Widerstandsgruppé gegen den Nationalsozialismus verhaftet und 1942 zu langjáhriger Zuchthausstrafe verurteilt wurde. 1945 befreiten ihn sowjetis&e Truppén. Er kehrte nach Berlin zurück und begründete mit Karl-Heinz Martin das Hebbel-Theater und die politisch-satirisdie Zeitschrift «TJlenspiegel». Von den Arbeiten, die Weisenborn nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb, sind vornehmlich das Drama «Die Illegalen» (1946), das aufsehenerregende, in fast alle Kultursprachen der Welt übersetzte «Memorial» (1947) und der dokumentarische Bericht «Der lautlose Aufstand» (19$3) zu nennen, der hier wieder vorgelegt wird. Inhalt: Der Bericht ist die erste umfassende Schilderung der deutschen Widerstandsbewegung gegen das Naziregime. Er stützt sich auf historisches Materiái, das Gestapo-Statistiken und Geheimberichten, Aktén des «Volksgerichtshofes» in Berlin und Originalberichten zahlreicher Widerstandsgruppen entnommen wurde. Er lafit nur dokumentarisch belegte Fakten sprechen, aber gerade dieses nüchterne Verfahren macht die ungeheure Dramatik des «LautlosenAufstandes» sichtbar, der in seinem Kampf gegen den übermáchtigen Staatsapparat der Tyrannis auf verlorenem Posten stand und in Terror und Blut erstickt wurde. Der Bericht kann für sich das historische Verdienst beanspruchen, zum ersten Male unwiderlegbar bewiesen zu habén, dafi langst nicht alle Deutschen, wie behauptet wurde, für Hitler Partei nahmen. Nachdem er einmal veröffentlicht war, schien es nicht tenger möglich, die These von der deutschen Kollektivschuld aufrechtzuerhalten. «In Deutschland», gab Winston Churchill in einer Rede zu,
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