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Am Holzufer saßen zwei: ein Mann und eine Frau. Ein kaller Wind blies ihnen aus der Steppenischlucht in den Rücken und pfiff durch
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die längst entkörnten Weizenhalme. Die Frau I barg die Füße unter dem Rock und vergrub die
^ Hände in den Ärmeln des dicken Mantels. Unter
H dem gestrickten Kopftuch, das bis auf die Augen-
;; brauen hinabging, waren nur die gerade Nase und
¦ die trotzig zusammenkegniffenen Lippen zu sehen.
I Die Flamme des Holzfeuers war klein, es
"i brannten trockene Mistfladen, die der Mann vor-
! hin, einige Armvoll, an der Tränke in der
ii Schlucht aufgelesen hatte. Schlimm war's, daß
der Wind zunahm.
„Es ist natürlich viel angenehmer, die Natur-' Schönheiten beim Knistern des Kamins zu ge-
nießen, wenn man wehmütig am Fenster sitzt. . . Ach du mein Gott, diese Trübsal, diese Steppentrübsal. .
Der Mann sagte das leise, hämisch und mit Vergnügen. Die Frau wandte ihm das Kinn zu, ihre Lippen blieben jedoch zusammengekniffen, und sie antwortete nicht. Sie war ermüdet vom langen Weg, vom Hunger und davon, daß dieser Mensch sehr viel sprach und mit einer gewissen Selbstzufriedenheit ihre geheimsten Gedanken erriet. Den Kopf leicht zurückgeworfen, starrte sie unter dem tief in die Stirn gezogenen Kopftuch in das hinter kaum noch unterscbeidbaren Hügeln trüb glimmende herbstliche Abendrot:
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