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VORWORTDer Vortrag, dessen Text der Pattloch Verlag hier, zusammen mit einem gelehrten und erhellenden Beitrag über Gottesbeweise von Rolf Schönberger, herausbringt, trägt den Titel Die Vemünftigkeit des Glaubens an Gott. Am Ende des Textes steht ein Argument, das diese Vemünftigkeit zeigen soll und sich etwas großspurig als letzten Gottesbeweis präsentiert. Genau genommen ist ein rationales Argument dafür, etwas zu glauben, nicht dasselbe wie ein Beweis. Pascals Wette war ein Argument, an Gott zu glauben. Kants Postulat war ebenfalls ein solches Argument. Mein Argument sollte in dieser Reihe gesehen werden. Es unterscheidet sich von den beiden genannten dadurch, dass es den Glauben an die Existenz Gottes nicht auf ein eudämonistisches oder moralisches Interesse gründet, sondern darauf, dass es, wenn Gott nicht ist, so etwas wie Wahrheit nicht gibt und also kein Argument jemals irgendetwas beweist. Wir sind dann keine wahrheitsfähigen Wesen und also keine Personen. Dies sein zu wollen, kann man freilich auch ein Interesse nennen. Und wer dieses Interesse gar nicht hat, dem kann man nicht die Existenz Gottes beweisen wollen. Auch das Vertrauen in die Vernunft ist ein Glaube, ein Glaube, der mit dem Glauben an Gott eng zusammenhängt.Diese Einsicht verdanken wir Nietzsche. Man kann sie aber auch wieder finden bei dem amerikanischen Neo-