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ZUR EINLEITUNGJames Fenimore Cooper hat seinen historischen Román Der letzte Mohikaner als den zweiten Band der Lederstrumpferzahlungen im Jahre 1826 geschrieben, fast siebzig Jahre nach jenen englisch-franzö-sischen Kolonialkampfen um Kanada, an die der Verfasser mit seiner dichterischen Phantasie anknüpfte. Das Buch entstand kurz vor einer mehrjahrigen Europareise Coopers, in einer Periode des Optimismus und der Sympathien des Verfassers für den Republikanismus. Es hat den Weltruhm Coopers begründet.Cooper, der den Charakter einer Landschaft und die Stimmung, in der sich menschliches Handeln und Leiden vollzieht, meisterlich im Worte wiederzugeben vermag, beschreibt die Atmospháre, in der seine Erzahlung spielt:Wabrend der Ansiedler von den gefahrlichen Píssen binter die sicheren Palisaden der alteren Niederlassungen flüditete, drangen Armeen . . . tief in diese Urwalder ein, aus denen aber fast immer nur eine kleine Scbar zurückkehrte, die dem Skelett des ursprünglidien Heeres glich: Manner, bleidb und ersAöpft von Strapazen oder von Niederlagen gebrochen und entmutigt. Kein friedliches Werk gedieb in diesen Gegenden. Dennodi waren die Walder von Menschen belebt; ihre scbattigen Taler waren erfüllt von den Tönen kriegeriscber Musik, und das Edio der Berge warf das Ladien oder den übermütigen Jauchzer mandi eines tapferen und waghalsigen Jungen zuriick, der im Übersdiwang des Lebens vorübereilte und bald in der langen Nacht des Vcrgessens schlafen sollte.cKein friedliches Werk gedieh in diesen Gegenden! Natty Bumppo, jetzt Falkenauge genannt, und sein indianischer Freund Chingachgook, die uns aus dem ersten Teil der Lederstrumpferzahlungen, dem Wild-töter, schon bekannt sind, habén sich vor siebzehn Jahren entschlossen, den englischen Werbern nachzugeben. Die harte, aber auch eintragliche Arbeit der Pelztierjagd, der sich Bumppo bis dahin gewidmet hatte, wird durch die Verháltnisse des Krieges erschwert, wenn nicht unmög-lidi gemacht. Der Jáger muB hinter jedem Baum einen lauernden Feind