Bővebb ismertető
Der Mann, dem ich den Namen Der letzte Rittmeister" gegeben habe, sah ein wenig so aus, wie ich mir als Kind einen Hagestolz vorstellte, ohne zu wissen, was dieses Wort bedeutet. Ich brachte die beiden ersten Silben mit hager" in Verbindung und dachte mir einen hochgewachsenen, dünnen oder gar dürren Mann von stolzer Haltung, jedoch bescheidener, unter Umständen gar abgeschlissener Kleidung. Ein langer Schädel gehörte zu ihm, lange, aber schmale Hände, ein langer Schnurrbart und darüber eine Adlernase. Ich glaube, meine Vorstellung war bestimmt durch dasTitelbild einerjugendausgabe des DonQuixote, die ich zu Weihnachten bekommen hatte. Freilich zeigte es den Helden kinnbärtig, aber der Spitzbart schien mir nicht hergehö-fig, und so war es mir leicht, ihn zu übersehen. Schon bei der ersten Lektüre hat die Gestalt des einfallsreichen Ritters von der Mancha mich ergriffen und bewegt. Der Mann, der des großen Cervantes Roman für die, wie man damals sagte, reifere Jugend bearbeitet hatte, erblickte in ihm offenbar einen gutherzigen und erheiternden Narren. Er nahm an, es müsse die Jugend freuen, sich einmal unter Billigung der Erziehungsautoritäten über einen, der dies verdiente, lustig zu machen, was ihr sonst doch verwehrt wurde, sobald es sich um einen Erwachsenen handelte, er mochte so lächerlich sein, wie er wollte. Doch fehlte auch nicht der pädagogische Neben- oder gar Hauptzweck. Phantastereien sollten den jugendlichen Lesern verächtlich und sie selbst damit zum Lebenskampf tauglich gemacht werden. Ich aber ahnte schon damals, daß hinter dem so einleuchtenden Sachverhalt ein Geheimnis lag, und wandte dem Vielverspotteten meine Liebe zu. Mich empörte des schulmeisterlichen Vermittlers parteiisches11