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Im Friedrichschor des Stephansdomes in Wien steht ein Grabmal mit der Inschrift:
„Paul von Sorbait, geboren in Wien, starb hierzulande.
Musiker, Redner, Philosoph, Krieger, Arzt, Professor,
Hofarzt, Rector Magnificus, Bettler, Nichts. Musiker war ich, daß ich den rechten Takt im Leben wahren,
Redner, daß ich das richtige Schlußwort des Lebens finden,
Philosoph, daß ich das Leben verachten,
Krieger, daß ich Hartes erdulden,
Arzt, daß ich im Dienst an anderen mich verzehren,
Professor, daß ich in der Erhöhung anderer mich
erniedrigen,
Rector Magnificus, daß ich die alten Vorrechte verteidigen,
Hofmann, daß ich anderen und nicht mir selber
dienen lernte.
Aber der bittere Tod,
taub gegen die Weisen des Musikers,
gegen die Wortgewalt des Redners,
gegen die Beweise des Philosophen,
gegen die Drohungen des Kriegers,
gegen die Verschreibungen des Arztes,
gegen die Vorträge des Professors,
gegen die Anwaltschaft des Rektors,
gegen die Selbsterniedrigung des Hofmannes,
raffte mich dahin.
Bitte, bete für mich!"
von Sorhui!