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Christian Geelhaar - Der Maler Csontváry 1853-1919 [antikvár]
 
DER MALER CSONTVÁRY 1853-1919 Der Maler, der unter dem Namen Csontváry zu spátem Ruhm gelangte, wurde am 5. Juli 1853 -im gleichen Jahr wie Van Gogh - als Mihály Tivadar Kosztka im damals ungarischen, heute tschechoslowakischen Kisszeben (Sabinov) geboren. Spáter übersetzte er seinen Namen -Koszt heisst soviel wie Knochen - ins Ungari-sche. Sein Vater, der einer vornehmen Familie polnischen Ursprungs entstammte, war Apo-theker; mit mehr als sechzig entschloss er sich noch zum Studium der Medizin und schloss es mit dem Diplom...
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DER MALER CSONTVÁRY 1853-1919 Der Maler, der unter dem Namen Csontváry zu spátem Ruhm gelangte, wurde am 5. Juli 1853 -im gleichen Jahr wie Van Gogh - als Mihály Tivadar Kosztka im damals ungarischen, heute tschechoslowakischen Kisszeben (Sabinov) geboren. Spáter übersetzte er seinen Namen -Koszt heisst soviel wie Knochen - ins Ungari-sche. Sein Vater, der einer vornehmen Familie polnischen Ursprungs entstammte, war Apo-theker; mit mehr als sechzig entschloss er sich noch zum Studium der Medizin und schloss es mit dem Diplom ab. Csontvárys Jugend spielte sich in jenem Teil Ungarns ab, der 1919 zur Tschechoslowakei geschlagen wurde; auch spáter blieb er, wenn er sich nicht in Budapest oder im Ausland auf-hielt, jener Gegend treu. Der junge Mann war von zarter Gesundheit und wurde deshalb in eine Kaufmannslehre ge-steckt. Er entschloss sich aber bald darauf, den Beruf seines Vaters zu ergreifen, und studierte in Budapest Pharmazie. Damals hatte er ein Er-lebnis, das ihn tief beeindruckte: Bei einer ver-heerenden Überschwemmung, die die Gegend von Szeged heimsuchte, wurden Studenten, unter ihnen auch er, eingesetzt. Die Jammersze-nen, denen er beiwohnte, erschütterten ihn so sehr, dass er an Leib und Seele Schaden nahm. Er suchte Genesung in einem kleinen Karpa-ten-Stádtchen, wo er bei einem Apotheker eine Assistentenstelle antrat. Am 13.Október 1880 ereignete sich etwas, das dem Leben des damals siebenundzwanzigjáhrigen eine neue und endgültige Wende gab. Csontváry beschrieb diese Stern- und Schlüsselstunde drei Jahr-zehnte spáter in der sogenannten «Grossen Autobiographie» mit diesen Worten: «Eines Nachmittags blieb mein Blick plötzlich an einem Karren mit still vor sich hindösenden Ochsen hángen. Da drückte mir eine unbe-schreibliche Bewegung den Zeichenstift in die Hand, und ich begann das Motiv auf einen altén Bogén Papier zu zeichnen. Mein Prinzipal war hinter meinem Rücken leise herangeschli-chen, und als ich fertig war, schlug er mir auf die Schulter. , sagte er. Und erst jetzt, in dem Augenblick, indem ich das fertige Ergebnis meiner Arbeit sah, begriff ich, dass etwas Sonderbares geschehen war, das mich mit einem unbeschreiblichen Glücks-gefühl erfüllte Nachdem mich mein Prinzipal verlassen hatte, trat ich hinaus auf die Strasse, um das Blatt Papier ungestört hervor-nehmen und betrachten zu können Da hörte ich plötzlich hinter mir eine Stimme, die von oben kam und sprach: Das Erstaunliche an der Geschichte ist, dass der junge Mann, der vorher nicht im Traum ans Zeichnen oder Malen gedacht hatte, unverzüg-lich die Konsequenz aus dem überirdischen Auftrag zog und beschloss, die Malkunst zu er-lernen. Zu diesem Zweck schrieb er dem Direktor der Budapester Akademie einen Brief. Dieser riet ihm, sich mit Hilfe von Broschüren weiterzubilden. Welcher Ratschlag dann auch befolgt wurde. Vor allém aber galt es, jenen Raffael, den er übertreffen musste, kennenzu-lernen. Csontváry fuhr alsó Ostern 1881 nach Rom, wo er die Stanzen des Vatikans in Augenschein nahm. Er konnte sich indessen für den Urbinaten nicht begeistern und zog es vor, statt bei diesem bei seinem damals hochbe-rühmten, in Paris tátigen Landsmann Munkác-zy in die Lehre zu gehen. Er traf ihn jedoch nicht. So kehrte er in die heimatlichen Berge zurück, wo er im Stádtchen Gács eine Apothe-ke eröffnete, die er wáhrend zehn Jahren zu allgemeiner Zufriedenheit führte. Gegen das Ende dieser Periode entstanden seine ersten, auf uns gekommenen Bilder. Es sind Studien nach Sing- und Raubvögeln, Schmetterlingen und einem ausgestopften Reh (Seite 3). Csontváry war damals schon um die vierzig. 1894 hángte er seinen Brotberuf an den Na-gel, verpachtete die Apotheke und übersiedelte nach München, wo ein Ungar namens Simon Hollósy einer privátén Kunstschule vorstand. Csontváry trat bei dem um vier Jahre jüngeren als Schüler ein und zeichnete Portrátstudien nach dem Modell. Einige davori sind erhalten; sie zeugen für eine gute Beobachtungsgabe und zeichnerisches Talent. Die Münchner Studienzeit dauerte nur ein halbes Jahr. Dann ging Csontváry auf Reisen. Fortsetzung auf Seite 4

Termékadatok

Cím: Der Maler Csontváry 1853-1919 [antikvár]
Szerző: Christian Geelhaar , Franco Cianetti , M. G. Yvan Dalain
Kiadó: Conzett + Huber AG
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 210 mm x 300 mm
Christian Geelhaar művei
Franco Cianetti művei
M. G. művei
Yvan Dalain művei
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