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spade Archer
Samuel Spades Unterkiefer war lang und knochig, sein Kinn ein scharf vorspringendes V unter dem ausdrucksvolleren V seines Mundes. Die rückwärts geschwungene Linie seiner Nasenflügel bildete ein weiteres, kleineres V. Seine gelbgrauen Augen lagen waagerecht. Das V-Motiv wurde erneut von den Augenbrauen aufgegriffen, die von der Doppelfalte über seiner Hakennase nach außen hin anstiegen, während sein blaßbraunes Haar von hohen, fladien Schläfen zu einer Spitze in der Stirnmitte auslief. Er sah aus wie ein eigentlich ganz umgänglidher, blonder Satan. Er sagte zu Effie Perine: »Ja, mein Schatz?« Sie war ein schlankes, hochgewadisenes und sonnengebräuntes Mäddien, der ihr lohfarbenes dünnes Wollkleid wie angegossen am Körper klebte. Ihre kessen braunen Augen saßen in einem klaren, jungenhaften Gesicht. Langsam zog sie die Tür hinter sich zu, lehnte sich dagegen und sagte: »Draußen ist ein Mädchen, das Sie sprechen möchte. Wonderly heißt sie.« »Eine Kundin?«
»Sieht so aus. Sie werden sie aber auf jeden Fall sehen wollen: die reißt Sie vom Stuhl!«
»Immer herein mit ihr, mein Engel«, erwiderte Spade. »Immer herein.«
Effie Perine öffnete erneut die Tür und trat, ohne den Knauf loszulassen, ins Vorzimmer. Sie sagte: »Wollen Sie bitte hereinkommen, Miss Wonderly?«
Eine Stimme antwortete: »Danke schön«, so leise, daß nur die überdeutliche Aussprache die Worte verständlich machte, und eine junge Frau trat durch die Türöffnung. Langsam, mit zögernden Schritten, kam sie näher und sah Spade aus kobaltblauen Augen mit schüchternem und zugleich prüfendem Blick an. Sie war groß und von sdilanker, geschmeidiger Gestalt, die nirgendwo harte Kanten aufwies. Sie hielt sidi sehr aufrecht, hatte hohe Brüste, lange Beine und schmale Hände und Füße. Ihre Kleidung zeigte zwei versdiiedene blaue Farbtöne, passend