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Am liebsten wáre der junge Geistliche mit Frau und Töchtercben gleich weitergefahreny als er sein" Upton sah: die wenig einladende Kleinstadt, in der seine erste Pfarrstelle auf ihn wartete. Aber der jammervolle Zustand des Pfarrhausesund die erste Begegnung mit dem wenig fortschrittlichen Kirchengemeinderat wirkten wie eine Herausjorderung an Martins und Janes Idealismus> und gemeinsam machten sie sich darany ihre Vorstellungen von Privatleben und Beruf in die Tat umzusetzen. Doch jeder Schwung erlahmt, wenn der Erfolg weit hinter dem zurückbleibt, was möglich - und nötig wáre: die Aujnahme zweier jarbiger Ehepaare in die Gemeinde zum BeispieL Noch glaubte Martin, dafi sein Platz vielleicht gar nicht die Kanzel sei, aber im Dienst einer christlichen Wohlfahrtsorganisationy den er nicht nur hinter dem Schreibtischy sondern auch auf dem koreanischen Kriegsschauplatz kennenlerntey sah er sich der gleichen Trágheit der Herzen oder wirklichkeitsfremden Verbohrtheit gegenüber. Langsam erkennen Martin und Jane Judson, dafi nur \kleine Schritte sie ihrem Ziel náher bringen können und dafi Náchstenliebe gerade dort gebraucht wird, wo der Náchste selbst es nicht wahrhaben will. Die Probe darauf habén sie schon in der eigenen Familie zu bestehen - beim Brückenschlag über die Generationenklufty die sie, wie alle Erwachsenen unserer Zeit, zwischen sich und den heranwachsenden Kinde^n überwinden müssen. Ein Kritiker dieses Romans hat seinen Kern in einem Satz zusammengefafit: Bücher sollen wie Spiegel sein: sie sollen nicht schmeicheln> sondern die Wahrheit sagen. Der Mann auf der Kanzel ist ein solches Spiegelbild - in ihm erkennen wir hinter den handelnden Menschen auch Sinn und Aufgabe unseres eigenen Lebens"