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ZUR EINFÜHRUNGAmerikanisieren das heißt die Romantik aus allen Winkeln in allen Landen hinauskehren, heißt alten Plunder und Staub und Spinnweben wegfegen, einen großen Gleichheitsstall aus der ganzen Erde machen. Einen, der sauber ist. Wie es in den U.S.A. ist, so soll's überall werden in der Welt. Man wohnt in jeder Stadt in demselben Hotel, schläft im gleichen Bett, fährt mit demselben Taxi durch dieselben Straßen. Ißt dasselbe, spricht dasselbe, hört am Radio und Grammophon immer wieder dasselbe, sieht im Kino überall dieselben Bilder. Liest dieselben Albernheiten in den Tageszeitungen, beschaut immer wieder die gleichen Bilder in den illustrierten Blättern. Wird in jedem Lande von einer Regierung regiert, die dasselbe abgedroschene Stroh drischt.Ganz recht und wir sind auf dem besten Wege dazu.Nur es wird dennoch nicht gehen. Wie sehr man auch die höchst undemokratische Romantik als schlechtes Unkraut verlästern mag. Mag man noch so sehr jäten und ausrotten, mag man noch soviel mit Flugzeug und Telephon, mit Radio und Kino und Auto und Prohibition und allem modernen Krimskrams der blauen Blume zuleibe gehen sie ward dennoch zu blühen nimmer aufhören.Denn der Gedanke der Romantik läßt sich einmal nicht totschlagen sowenig wie sich das Ideal der Freihei.t totschlagen läßt: in keinem Lande der Welt und nicht einmal in Amerika.Gewiß sind die U.S.A. längst das versklavteste Land der Erde geworden und gewiß sind alle anderen Länder auf dem besten Wege, diesem hehren Beispiele zu folgen. Nirgends wird die Freiheit so mit Füßen getreten j nirgends auch versucht man mit so plumper Hand jedes letzte Restchen Romantik zu vernichten. Denn die sind Geschwisterkinder, Freiheit und Romantik, wachsen aus einer Wurzel, die Sehnsucht heißt. Die muß heraus aus den Seelen.Dennoch nicht einmal in Amerika ist es möglich.Das ist schon richtig: das Amerika, das die Her-