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Ich war so glücklich wie noch nie. In meinem Traum. So über alle Mafien glücklich. Dann hörte ich das Klopfen. Tack. Tack, tack, tack. Wieder. Und wieder. Immer lauter. Immer harter. Dann war ich wach. Ich öffnete die Augen. Durch den Spalt neben der her-abgezogenen Glanzstoffblende vor dem Fenster drang ein Strei-fen weifiglühendes Sonnenlicht. Ich bemerkte, daE der Zug stand. Wo war mein Glück, mein über alle Mafíen grofies Glück? Was hatte ich getraumt, eben noch, vor Sekunden? Angestrengt dachte ich nach. Es fiel mir nicht mehr ein. Nichts fiel mir ein, nicht das Geringste. Vergessen mein Traum, alles vergessen. Tack! Tack, tack, tack! Tack, tack, tack! Nun war das Klopfen sehr laut, sehr hart. Ich hörte die Stimme des Schlafwagenschaffners. »Madame Col-lins! Wachen Sie doch endlich auf, Madame Collins!« Gahnend erhob ich mich. Über den Pyjama streifte ich den Trenchcoat, der an einem Haken hing. In Paris hatte es heftig ge-regnet. Ich knipste das Licht an und entriegelte die Abteiltür. Nachdem ich in meine Pantoffel geschlüpft war, trat ich auf den Gang.
Das grelle Licht der Sonne traf mich wie ein Hammer auf den Schadel. Ich kniff die Augen zu, um mich an dieses Licht zu ge-wöhnen. Heifi war es im Gang des Schlafwagens, stickig heifí. Der Schaffner war glatzköpfig. Er hatte die Jacke seiner braunen Uniform ausgezogen. Mit dem oberen Ende eines Bleistifts klopfte er gegen die Tür des Abteils neben dem meinen. »Madame Collins! Sie wollten in Saint-Raphael geweckt werden. Wir sind in Saint-Raphael. Madame Collins, bitté!« Ich sah aus einem Gangfenster und erblickte die sehr kleine, sehr saubere Station. Der Schlafwagen stand etwas aufierhalb des überdachten Teils. Da war die Altstadt mit der romantischen Kir-che, da war das Museum für archaologische Unterwasserfunde, ich hatte es ein paarmal besucht. In der Kirche war ich sehr oft ge-wesen. Der Kühle wegen. Ich erinnerte mich an die wahnsinnig heifien Sommertage, wahrend der ich hier zu tun gehabt hatte. Wann war das gewesen? Vor fünf Jahren? Nein, vor sechs. Da hatte Couton bei Saint-Raphael einen Film gedreht. »Dieses ver-fluchte Leben«. Der grofie Jacques Couton. Ich erinnerte mich