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IBorn stand am Fenster und träumte. Er träumte von Grafen und Prinzen und Hexen und Rosenschlössern; denn er hörte zu gerne Märchen. Von morgens bis abends mußte ihm die Großmutter Märchen vorlesen. Bom wollte immer nur Märchen hören. Und er wäre gern ein Prinz gewesen mit einem Schloß und einem silbernen Schimmel und vielen Dienern. Dabei war er ein fröhlicher kleiner Junge mit braunen Igelhaaren und glänzenden Kulleraugen. Er konnte ganz vorzüglich Schaukelpferd reiten und war immer sehr traurig, daß dem Holzpferd keine Flügel wuchsen.Dann stand er am Fenster und träumte in die Wolken. Aus den Wolken machte er sich Prinzessinnen und Paläste und einen Grafen, der zweiundzwanzig Paar Stiefel besaß. So war das mit Bom. Da sah er das Pferd.Es stand auf der anderen Straßenseite. An der Ecke mit den alten Häusern stand es, wo die Gastwirtschaft ist. Darin saß der Stangen-eiskutscher Karl, trank Bier und ließ sein Pferdchen dursten. Bom hatte das Pferd schon öfter gesehen und auch den Kutscher, den alle Leute Bierkarl nannten. Heute sah er das Pferd richtig. Es war ein Schimmel, silbergrau und klein und schön. Bom bekam große Augen. Ein Schimmel! Vielleicht war es ein Märchenschimmel?