Bővebb ismertető
Zum Geleit der JubiläumsausgabeSeit vierzig Jahren gibt es den Franz Schneekluth Verlag, gegründet, besser gesagt, hoffnungsvoll begonnen im September 1949, er ist also genauso alt wie unsere Bundesrepublik Deutschland. Am Anfang war es ein Zimmer in einem Haus in Celle, denn in der Lüneburger Heide war Franz Schneekluth, von Dresden kommend, nach dem Krieg gelandet. Dem Mecklenburger gefiel die Landschafi, nur das Nichtstun war fiir ihn schwer zu ertragen, denn er liebte seinen Beruf, er war ein passionierter Verleger, ein Büchermensch durch und durch. In Dresden war er Verlagsleiter, dann Teilhaber des Wilhelm Heyne Verlags gewesen, von dieser Zeit hat er oft mit großer Begeisterung erzählt.So geruhsam das Leben in der Heide war, immer nur mit dem Hund spazieren gehen und mit dem Förster fachsimpeln (auch sein Vater war Förster gewesen), konnte sein Leben nicht ausfüllen, und er zerbrach sich den Kopf, wie es denn eigentlich weitergehen sollte, genauso wie es viele Menschen damals taten. Auch davon hat er mir oft erzählt, in seiner plastischen, temperamentvollen Weise; ich kenne seine Kindheit, seinen Werdegang und eben auch jene müßigen Jahre nach dem Krieg, die ihn zunehmend ungeduldig machten. Dann ftng er also einfach an, und daß er es konnte, verdankte er einem kräftigen Darlehen von Bertelsmann aus Gütersloh. Darum liebte er die Berteismänner auch ganz besonders, und sobald ich meine ersten Gehversuche als Autorin gemacht hatte, nahm er mich mit nach Gütersloh, damit ich seine Freunde kennenlernte. Bertelsmann war auch damals schon ein imponierendes Unternehmen, wenn auch nicht der Gigant von heute, und die Männer jener Gründerzeit waren beachtliche Persönlichkeiten, die mich sehr beeindruckten.Eine Persönlichkeit war Franz Schneekluth auch, und was fiir eine. Als er mich entdeckte, lag Celle schon weit hinter ihm, er residierte nun in einem modernen Verlagshaus in Darmstadt, er war sehr stolz auf dieses Haus, auf sein Büro und vor allem auf seine Mitarbeiter, von denen jeder Einzelne soviel leistete, wie heute meist kein ganzes Team. Und besonders stolz war er auf seine eigene Auslieferung. Wenn der Lastwagen an der Rampe vorfuhr und die Bücher abholte, strahlte er über das ganze Gesicht. Das konnte er übrigens gut; ich habe keinen anderen Menschen gekannnt, der so lebensbejahend, so zur Freude fähig war wie er.Als 1956 mein erstes Buch Alle Sterne vom Himmel bei Franz Schneekluth erschien, war der Verlag schon ein etabliertes, angesehenes Unternehmen, der gute Autoren verlegte. Und der Verleger