Bővebb ismertető
Vorwort zur zweiten Auflage
DaB die erste Auflage der Monographie in kurzer Zeit vergrifíen war, darf als Zeichen des Interesses betrachtet werden, das diesem eigenartigen, in seiner Átio-logie noch immer umstrittenen Krankheitsbild entgegengebracht wird. Die Fertig-stellung der neuen Auflage wurde durch verschiedene Umstande verzögert, wobei auch ein absichtliches Zuwarten, bis unsere eigenen Untersuchungen eine eindeuti-gere Stellungnahme gestatteten, eine Rolle spielte. Der Neuauflage, die völlig um-gearbeitet werden muBte, Hegen 36 Fálle zugrunde, die wir zum Teil Überweisun-gen melirerer Kollegen verdanken. Unter diesen Beobachtungen sind die Fálle, bei denen wir nur an Hand der Mitteilungen der behandelnden Kollegen und der Röntgenaufnalimen beratend tatig waren (mit 2 Ausnahmen) ni elit inbegriffen. Wir habén uns bemüht, unsere Kranken nach jecler Richtung hin eingehend zu untersuchen und hatten auBerdem die Möglichkeit, viele Patienten auch nach der Entlassung unter unserer árztlichen Kontrolié zu behalten und noch nach Jaliren zu untersuchen. Uber das Ergehen anderer Kranken habén uns die behandelnden Kollegen freundlicherweise unterrichtet oder die Kranken schrieben selbst iiber ihr Befinden. In unserem neuen Beobachtungsgut hatten wir auch Fálle, welche Schlüsse auf die Atiologie zulassen. Auch von anderer Seite wurde iiber gröBere Beobachtungsreihen berichtet, so daB der Umfang der Arbeit infolge des groBen eigenen Beobachtungsgutes und des Anwachsens der Literatur gröBer wurde. Wenn wir uns auch bemüht habén, die Argumente für und wider die tuberkulöse Atiologie der Krankheit und die damit verbundenen Probleme möglichst objektiv zu betrachten, so war für uns eine Parteinahme unvermeidlich, nicht nur weil wir selbst um die Erforschung des Morbus Besnier-Boeck-Schaumann bemüht waren, sondern, weil unser neues Beobachtungsgut dazu AnlaB gab.
Die Monographie ist 1946 in spanischer Übersetzung erschienen, und der Uber-setzer, Prof. F. de Dulanto, hat in FuBnoten auf die neue spanische Literatur hin-gewiesen, die wir auch in der Neuauflage berücksichtigen, um so mehr, als die Ar-beiten schwer zugánglich sind. Der Morbus Besnier-Boeck-Schaumann ist keine seltene Krankheit mehr. Seitdem die Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt wurde, wird aus zahlreichen Lándern in zunehmendem MaBe darüber berichtet. Die Kennt-nis der Krankheit ist alsó auch praktisch wichtig, abgesehen davon, daB sie uns neue Einblicke ins immunbiologische Geschehen bei Tuberkulöse und wahrschein-lich auch bei anderen Infektionskrankheiten ermöglicht.
Leysin 1949
St. J. Leitner