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So einfach ist es also, zum Mörder zu werden. Ein wenig Gebrüll, ein bisschen Hitze, eine kreischende Kirmes, wirbelnde Lichter, die Todesspirale einer Achterbahn. Dann lange Zeit nichts, Dunkelheit, Taubheit. Später Schwindel und Übelkeit. Das ist alles.
Inzwischen kann ich wieder sehen. Dieser rote Nebel wird lichter. Noch ist er nicht ganz weg, aber es wird besser und besser. Was ich sehe, ist allerdings nicht gut: Die Griechin ist tot.
Sie liegt hier am Boden, vor mir, und ist ganz zweifellos tot. Offenbar bin ich immer noch verwirrt, was vielleicht kein Wunder ist, in Anbetracht der Umstände, denn in Wirklichkeit ist sie ja keine Griechin, wie ich erst seit kurzem weiß. Ist das jetzt wichtig? Hat es eine Bedeutung für mich? Nein, ich glaube nicht. Ich muss achtgeben. Ich darf nicht über solche Dinge nachdenken. Ich muss versuchen, meine Gedanken zusammenzuhalten. Bestimmt ist die Nationalität dieser Toten hier im Augenblick vollkommen unwichtig. Wichtig ist allein, dass sie tot ist, dass sie hier vor mir, nein, unter mir hegt, auf diesem verbhchenen, schmutzigen Teppich, einem traurigen Imitat eines Persers, und wirklich und ganz offensichtlich tot ist. Ich muss das beurteilen können, schließlich bin ich Arzt. Und zu allem Unglück ist sie auch noch meine Patientin. Seit gestern Nachmittag. Seit sie meine Praxis betrat und mir dieses griechische Pillenschächtelchen auf den Tisch legte und all das andere geschehen ist, was mich schließhch hierher geführt hat. In diese Wohnung, in diese Situation, in diese unbeschreibliche Katastrophe.