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Alles wäre gekommen, wie es kam - auch wenn man Molly Pulliam geglaubt hätte. Vielleicht hätte sie noch einmal zum Friseur gehen, ein letztes Mal Bridge spielen dürfen, vielleicht wäre ihr eine letzte Anprobe des rosa Tweedkostüms, das sie nie tragen würde, zugestanden worden - doch daß sie bald sterben sollte, das war beschlossene Sache.Und niemand glaubte ihr; weder ihr Mann Arthur noch ihre Schwester Jennifer - und schon gar nicht die Hathaways, die ihr seither mit einer gewissen Reserve begegneten. Allmählich schloß sich Molly ein wenig beschämt der allgemeinen Theorie an, daß ihr Erlebnis auf ein Glas zuviel, ihre extravagant hohen Absätze und die Dämmerung zurückzuführen war, die ihren Augen einen Streich gespielt hatte.Sie war auf dem Heimweg von einer Cocktailparty bei den Fletchers gewesen, eine Geselligkeit, die meistens so, laut wie langweilig war. Zudem machte sie gerade eine ihrer periodischen Hungerkuren, und die beiden Whiskys waren etwas überraschend für einen Magen, der in letzter Zeit nichts Ausgefalleneres gewohnt war als geriebene Karotten und einen Löffel Quark. Es war, also in jeder Hinsicht angezeigt, sich zurückzuziehen. Molly verabschiedete sich unauffällig, lehnte ein Angebot ab, im Auto mitgenommen zu werden, und dann ging sie in den späten Septembernachmittag hinaus.Sie hatte nicht weiter als einen knappen Kilometer zu gehen, aber ihr enges Seidenkleid und ihre hochhackigen Pumps warén für schnelles Laufen nicht geeignet. Als sie sich dem riesigen Fliederbüsch an der Einfahrt ihres Hauses näherte, hatte schon die Abenddämmerung ihren dunklen Schleier über die bunten Tupfer des Sonnenuntergangs gebreitet. Es wäre schon sehr angenehm, nur den Reißverschluß zu öffnen, dachte Molly und der Fliederbusch bewegte sich in der vollkommen stillen Luft und schwoll drohend.In Sekundenschnelle, als hätte ein angstvoller Warnungsschrei die Dämmerung zerrissen, war sie von Panik durchflutet. Ganz unbe-