Bővebb ismertető
Der Schwager stand am Bahnsteig und dachte, wie lange wohl eine Zugreise zum Pluto, dem Unheilsplaneten, dauern würde - vorbei an Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun - vorausgesetzt, der Zug fiihre mit hundert Kilometern in der Stunde.
Die Schwägerin, Isabella Troll, 30, Köchin von Beruf, reiste bereits. Seit vierzehn Stunden. Vorbei an Bitterfeld, Leipzig, Nürnberg, mitten durch München hindurch und dann nach Westen. Von Berlin zum Bodensee. Zu ihrer Schwester reiste sie. In ein Dorf mit weniger als zweitausend Einwohnern. Im Bregenzer wald. Um dort auf ihren Neffen aufzupassen. Der hieß Albert und war elf Jahre alt. Schwager und Schwester wollten nämHch auch verreisen. Es sollte keine gewöhnliche Reise werden. Sondern die Hochzeitsreise. Die verspätete. Erst lustvoll, dann lustlos verschoben. Zwölf Jahre lang schon. Geplante Dauer: drei Wochen. Und sie brauchten jemanden, der auf ihren Sohn aufpaßte. Auf Albert war immer aufgepaßt worden. Sein Vater meinte, es genüge, wenn zweimal am Tag eine Nachbarin vorbeischaue, vielleicht wünsche es sich Albert sogar, eine Zeitlang allein zu sein. Die Mutter war strikt dagegen. Außerdem: »Allein sein kann er jederzeit in seinem Zimmer. Deswegen brauchen wir nicht wegzufahren. Wenn er allein sein will, dann bin ich unten in der Küche, und er ist oben in seinem Zimmer, und du bist drüben in deinem