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VORWORT
In Babel hat es seinen Anfang genommen. Dort hat der Herr die Sprache der Menschen verwirrt. Seither ist sie verwirrt geblieben. Viel vom Jammer der Geschichte hängt unmittelbar mit diesem Faktum zusammen. Wenn die Sprache der Menschen verwirrt ist, dann ist keine Mitteilung und daher auch keine Verständigung möglidi. Der Autor dieses faszinierenden Buches beschäftigt sich mit diesem doppelten Problem der Mitteilung und der Verstän-digung.
In der Vergangenheit haben die weit einfacheren Bedingungen, unter denen die Menschen lebten und arbeiteten, viele der Probleme ausgeschaltet, denen wir heute auf dem Gebiet der Mitteilung und der Verständigung gegenüberstehen. Ein einfacheres Leben gestattete einfachere Methoden. Der Indianerstamm der Irokesen zum Beispiel ist jahrhundertelang ohne Schriftsprache ausgekommen. Sie verständigten sich mündlich und, wie wir aus den Wildwestfilmen wissen, durch Rauchzeichen. Viele primitive Stämme in andern Gebieten der Erde verständigen sidi bis heute nur auf mündlichem Wege; diese „Kommunikationsmethode" genügt ihnen für ihre Bedürfnisse. Un-glüciclicher- oder vielleicht glücklicherweise erlaubt die Lebensform, wie sie in dem größten Teil der Welt heute herrscht, nicht mehr so einfache Methoden der gegenseitigen Verständigung. Da unser Leben immer komplizierter wird, werden auch die Probleme der Mitteilung und der Verständigung immer schwieriger.
Bevor wir beginnen können, einander zu verstehen, müssen wir in der Lage sein, einander Mitteilungen zu machen. Dieser Vorgang der Mitteilung kann sich in verschiedenen Formen vollziehen. Zu der mündlichen Form, die in einfacheren Gesellsdiaftsstrukturen die vorherrschende war, ist die schriftliche in ihrer ganzen Mannigfaltigkeit hinzugekommen und schließlich die imechanische, die „Kommuni-kationsmaschine". Basile erörtert die Frage, wie diese und andere Kommunikationsmethoden in unserer modernen Gesellschaft dem gegenseitigen Verstehen dienstbar gemacht