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Vorwort
Wenn ein Autor mit einer gewissen inneren Distanz als neutraler Beobachter am Begräbnis Pauls VI. teilnimmt, die Vorbereitungen für die Wahl des Nachfolgers an Ort und Stelle beobachtet, die Reaktion des Volkes registriert, auf dem Petersplatz stundenlang mit der ungeduldigen Menge auf das Rauchsignal aus der Sixtinischen Kapelle wartet, wenn er dabei möglichst viele Details und konkrete Beobachtungen zusammenträgt, um ein genaues Bild der Vorgänge zu geben, so ist dies nichts Außergewöhnliches. Wenn aber derselbe Autor dabei innerlich ergriffen wird, so spürt man, daß die rational nicht immer ganz faßbaren Dinge um Papst und Konklave ein Weltereignis waren, das viele Millionen durch die modernen Kommunikationsmittel in den Bann zog.
Der Autor war sichtlich fasziniert von den Ereignissen, die er in Verbindung mit dem Geschehen um Papst Johannes Paul II. in Rom, in Krakau, in Mexiko miterlebte, ohne seinen kritischen Sinn dabei auszuschalten, seine persönlichen Ansichten zurückzustellen. Er versuchte dabei das Geheimnis und die große Ausstrahlungskraft des neugewählten Papstes zu ergründen, in ihren Auswirkungen zu schildern. Dazu trägt er eine Fülle von historischen und kirchengeschichtlichen Fakten und psychologischen Beobachtungen zusammen. Das alles legt er in einem Buch vor, das durch Prägnanz der Sprache und Unmittelbarkeit der Schilderung sowohl den Glaubenden wie den Nichtglaubenden gleichermaßen ansprechen wird.