Bővebb ismertető
Das Christliche Museum in Esztergom besitzt fünf mehr oder weniger gut erhaltene mittelalterliche Flügelaltäre, die aus Garam-szentbenedek (Hronsky Befiadik, CSSR) stammen. Die drei bedeutendsten, ausnehmend schönen Werke entstanden im 15. Jahrhundert, die beiden anderen Anfang des 16. Jahrhunderts. Außer ihrer gemeinsamen Herkunft stimmen die Bilder auch in ihrer Thematik überein und ähneln einander im strukturellen Aufbau: das Mittelbild zeigt eine Kreuzigungsszene und die beweglichen, beiderseitig bemalten Flügel verschiedene Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu.
Aus der reichen Sammlung von Passionsbildern in Esztergom hebt sich zu Recht der älteste, relativ unversehrte Passionsaltar des Thomas de Coloswar aus dem Jahr 1427 heraus, der ursprünglich aus neun Bildern bestand. Das Mittelbild mit der Kreuzigung haben vier kleinere Passionsbilder auf den beiden Flügeln umfaßt, und auf den Außenseiten der Flügel befanden sich ebenfalls vier Gemälde.
Die beiderseitig bemalten Flügel wurden noch vor 1875, als das Werk ins Museum gelangt ist, abgetrennt, einzelnen Darstellungen gemäß zersägt, sodann in Rück- und Vorderseiten zerlegt. Damals dürfte das heute fehlende äußere Flügelbild verlorengegangen sein, wenn es nicht schon früher zerstört worden war. Die übrigen acht Tafeln ermöglichen nicht nur den alten Altar im Christlichen Museum zu rekonstruieren, sondern auch die Persönlichkeit des Künstlers zu umreißen, von dessen Lebenswerk man heute nur noch dieses einzige authentische, unvollständige Meisterwerk kennt.
Die frühesten Zeugnisse ungarischer Tafelmalerei stammen vom Ende des 14. Jahrhunderts, obwohl diese Kunstgattung im Lande wahrscheinlich schon Anfang des Jahrhunderts unter dem ersten Anjou-König Verbreitung fand. Kriege, Feuersbrünste und Feldzüge der Türken dezimierten auch die Kunstwerke aus dem 15. Jahrhundert, der Blütezeit der ungarischen Tafelmalerei. Mittelalterliche Altäre sind mit wenigen Ausnahmen nur in Oberungarn und Siebenbürgen erhalten geblieben, in Gebieten, die von den Türken nicht besetzt waren. Nach dem Rückzug der Türken (1686) verringerte sich die Zahl der Schöpfungen mittelalterlicher Kunst weiterhin durch die Geschmackswandlungen des Barock sowie der Puristen im 19. Jahrhundert. Viele alte Werke sakraler Kunst fielen