Bővebb ismertető
Ich habe viel selbst geschrieben, mein Leben lang, mit der Feder in der Hand. Aber dieses Buch habe ich diktiert, größtenteils der Philosophin Juliette Simont, meiner Mitherausgeberin bei der Zeitschrift Les Temps Modernes und zugleich meiner Freundin. Wenn Juliette durch ihre eigene Arbeit verhindert war, diktierte ich meiner Sekretärin Sarah Streliski, selbst eine begabte Schriftstellerin. Ich habe nämlich eine seltsame und, wie ich meine, recht seltene Erfahrung gemacht: Im Gegensatz zu den meisten meiner gleichaltrigen Freunde, die darauf bestehen, stolz ihrem Füllfederhalter und ihrem Fliegenbeinkrakeln treu zu bleiben, habe ich vor dem Computer, den man mir nach der Premiere meines Films Shoah schenkte, die großartigen und spielerischen MögHchkeiten dieser Maschine entdeckt, die ich langsam zu nutzen und zu beherrschen lernte, wenn auch nicht in allem, wozu sie fähig gewesen wäre, aber doch in den Funktionen, die mir nützlich waren. Wenn ich der neben mir sitzenden Juliette diktierte - wir beide vor einem großen Bildschirm -, fand ich das augenblickliche Gegenständlichwerden meines Denkens, perfekt fast bis aufs Wort, ohne Streichungen oder Entwürfe, einfach wunderbar. Vorbei waren die Schwierigkeiten, die ich immer
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