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Pichegorne kam später als die anderen aus dem Kriege zurück. Am Rhein, in der Nähe von Godesberg, hatte er durch die Schockwirkung einer Bombe das Gedächtnis verloren. Er war das Versuchskaninchen einiger Dutzend Psychiater gewesen. Erst auf der Fahrt in die Heimat, als er zum erstenmal wieder seine alten Nierenschmerzen versfjürte, meldete sich sein Gedächtnis.
„Es ist ein immer wiederkehrendes Leiden", sagte er vor sich hin.
Ein alter Reflex, der alle anderen auslöste. Grauer Nebel hüllte Pichegorne ein. Auf dem Gesicht der Frau, die ihm im Abteil gegenübersaß und einen Schundroman las, lagen graue Spinnengewebe. Er bemerkte nicht mehr das flimmernde Spiel der Farben. Überall schwammen dichte Wattewolken. Ein Mann mit einer grauen Vergangenheit, einer grauen, ungewissen Zukunft.
Und dann ganz plötzlich dieser kleine Reflex: „Es ist ein immer wiederkehrendes Leiden."
Aus dem grauen Ozean tauchte ein Schwärm wunderbarer Fische auf, ein Glitzern und Gleißen silberner, goldener, rötlicher, bläulicher Schuppen mit purpurfarbenen Spiegelungen. Alles glitzerte, vibrierte. Die Luft, sein eigenes Blut. Buntschillernde Schmetterlinge mit bläulidigrünen Flügeln umtanzten das Gesicht der Frau. Pichegorne erinnerte sich an die Worte seines Generals - damals, als sie noch einen „lustigen Krieg" führten: „Man sollte die Häuser in den vordersten Linien bläulichgrün anstreichen. Das heitert die